App-Entwickler steigen auf Android-Tablets ein

Von am 25. Januar 2011 1 Kommentar 

Entwickler steigen auf Android-Tablets ein74 Prozent sind „sehr interessiert“, Anwendungen für Tablets mit Android OS zu entwickeln

„Bizarr“ und „heiße Luft“ nannte Apples Tim Cook eben noch die Android-Tablets. Seine rhetorischen Bannsprüche werden die zum Überholen ansetzende Armada nicht aufhalten können. Viel wichtiger als solche Aussagen ist das Interesse der App-Entwickler, wie gerade bei Apple gut bekannt. Anders als von Cook gewünscht, nehmen sie Android-Tablets nicht als Vaporware, sondern als reale Produkte wahr. Das gilt erst recht seit der Vorstellung einer neuen Generation in diesem Monat, die mit dem für Tablets optimierten Android 3.0 Honeycomb in den Markt drängt.

Im Interesse der Softwareentwickler spiegelt sich, wie schnell Android auch im Tabletmarkt aufholen kann, nachdem es bei Smartphones bereits gelang. In einer aktuellen Umfrage erklärten sich 74 Prozent von ihnen „sehr interessiert“, für Tablets mit Android OS zu entwickeln. 87 Prozent bejahten das für das iPad – eine überraschend schnell verknappte Distanz angesichts Apples frühen und erfolgreichen Markteintritts .

Das Interesse an Android-Tablets legte nach der CES im Januar noch einmal deutlich zu. Die aktuelle Befragung wurde zwischen dem 10. und 12. Januar durchgeführt und wies ein von 62 auf 74 Prozent gewachsenes Interesse an der Entwicklung für Android-Tablets seit der letzten Befragung vor drei Monaten aus. Das iPad-Interesse hingegen hatte schon fast seinen Gipfel erreicht und konnte sich im gleichen Zeitraum nur noch um drei Prozent steigern.

Vergleichsweise verhalten bleibt bislang das Interesse der Entwickler für Blackberry Playbook (28 Prozent) und das noch nicht offiziell angekündigte HP-Tablet mit WebOS (16 Prozent). Derzeit ist noch viel zu wenig über diese Plattformen bekannt, um ihre Marktchancen einschätzen zu können.

Während die Entwickler ganz klar auf den Erfolg von Googles Android OS auch bei Tablets setzen, denken sie auch über die Voraussetzungen dafür nach. Für 57 Prozent der Befragten ist der Preis besonders wichtig für die Erfolgschancen, für 49 Prozent eine möglichst geringe Fragmentation. Als weitere vermutete Erfolgsfaktoren folgen die Hardwarefähigkeiten (41 Prozent), das für Tablets optimierte Honeycomb OS (33 Prozent) und neue App Stores (26 Prozent).

Android-Entwickler für mehr App Stores

Das Interesse an weiteren App Stores lässt auf eine gewisse Unzufriedenheit mit dem von Google organisierten Android Market schließen. Natürlich müssen 82 Prozent am Vertrieb über den offiziellen Market interessiert sein, aber erstaunliche 37 Prozent der befragten Entwickler sind auch „sehr interessiert“, ihre Apps über den noch gar nicht eröffneten Amazon Appstore zu verteilen. Selbst ein App Store des US-Netzbetreibers Verizon kommt auf 13 Prozent, gefolgt von Appbrain (12 Prozent) und GetJar (9 Prozent).

Die Marktforscher von IDC befragten 2.000 Softwareentwickler, die für verschiedene Plattformen und Gerätetypen zugleich entwickeln. Mit an der Studie beteiligt war Appcelerator, ein Anbieter von plattformübergreifenden Lösungen für die App-Entwicklung.

Diagramme: Appcelerator / IDC

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Kommentare

Eine Stellungnahme zu “App-Entwickler steigen auf Android-Tablets ein”
  1. Plötzeneder Andreas BSc sagt:

    Hallo,
    ich glaube dass es nicht so einfach ist. Ich denke beide Geräte haben ihre Vor- und Nachteile. Apple hat einfach nur 1 Gerätetyp, man muss nicht für mehrere Entwickeln. Und Android ist offen. Die Hardware Billiger. Wir entwickeln selbst für beide Systeme (http://www.ploetzeneder-it.com ist unsere Website). Beides hat Vor- und Nachteile. Ich glaube es wird langfristig eine Coexistenz der Systeme geben.