Apple-Tablet: Und wie wäre es mit iGuide?

Von am 29. Dezember 2009 3 Kommentare 

So sehr Apple seine Markenanmeldungen tarnt, das Netz bleibt am Tablet und spürt sie auf. Neben iSlate hat Apple offenbar iGuide als mögliche Bezeichnung für das kommende Tablet – oder einen damit verbundenen Dienst – reserviert. Die Markenanmeldung verrät mehr über das Tablet selbst.

Die Spürhunde von Macrumors wurden erneut fündig. Wie schon bei iSlate fanden sie auf dem Antrag für die Eintragung der Marke iGuide die Unterschrift von Regina Porter, die bei Apple für Markenrecht verantwortlich ist. Die rechtlichen Prozeduren erledigte der gleiche Anwalt, der für Apple die Marke iPhone über eine vorgeschobene Firma namens Ocean Telecom Services beantragte. Um iGuide unauffällig zu sichern, ließ sich Apple offenbar eine weitere Tarnfirma namens iGuide Media, LLC einfallen.

Die Marke zum Medientablet

Damit darf als gesichert gelten, dass Apple auch hinter dieser beantragten Marke steht. iSlate mag wahrscheinlicher und passender erscheinen, doch die Beschreibung zur Marke iGuide verrät mehr über Apples mutmaßliche Pläne. Es läuft, wie hier schon mehrfach berichtet, ganz auf ein Medientablet hinaus, klar in Konkurrenz zu E-Book-Readern wie Amazons erfolgreichem Kindle. iGuide Media aka Apple beantragte die Marke iGuide für diese Bereiche:

„Computer-Hardware und Computer-Software für Zugriff, Browsen, Durchsuchen, Aufzeichnen, Speichern, Ãœbertragen, Empfangen, Abspielen und Betrachten von Audio, Video, Spielen, Musik, Fernsehen, Filmen, Fotos und anderen Multimedia-Inhalten.“

Da ist so ziemlich alles drin, was bislang über das Apple-Tablet berichtet / vermutet / spekuliert wurde. Und es geht später noch mehr ins Detail mit einer Beschreibung, die klar einem E-Reader gilt:

„Herunterladbare elektronische Publikationen in der Art von Büchern, Zeitschriften, Newsletter, Zeitungen und Blogs in den Bereichen Unterhaltung, Sport, Wissenschaft, Geschichte, Kultur, Prominente, Nachrichten, Tagesgeschehen, Politik, Technik und Erziehungswesen.“

Tablet-Gerücht des Tages

Dazu passt – wie die Faust aufs Auge – zum Tablet-Gerücht des Tages: Es komme als iSlate, aber es handle sich nicht um einen Tablet-PC, sondern einen E-Book-Reader in Konkurrenz zu Amazon Kindle, Nook und anderen Lesegeräten. Als Betriebssystem sei das kommende iPhone OS 4.0 zu erwarten, außerdem ein eigener App Store für E-Books. Die offizielle Ankündigung soll während der WWDC 2010 am 7. Juni erfolgen.

Hört sich nicht unplausibel an, widerspricht aber zeitlich der längst hochgeschaukelten Erwartung, Apple werde das Tablet im Januar endlich offiziell enthüllen. Nicht auszuschließen natürlich auch, dass es sich bei iSlate und iGuide um verschiedene Geräte handelt, zumal immer wieder über die Displaydiagonalen 7 und 10 Zoll berichtet wurde. Hat Apple mehr als ein Tablet in der Hand?

iSlate, iGuide, Magic Slate oder was?

Robin Wauters von TechCrunch, der sich schon mit seinen zutreffenden Recherchen zu iSlate bewährte, hat auch bei iGuide nachgefasst und kam zu erhellenden Ergebnissen. Er reimt sich damit eine verblüffende Erklärung für Apples verwirrende Aktivitäten zusammen, die viel für sich hat:

„Wenn ich zu Wetten neigte, würde ich mein Geld auf den Namen iSlate für das Tablet setzen, Magic Slate für ein mögliches Peripheriegerät und iGuide für einen Dienst, der mit dem Gerät (den Geräten) verbunden ist.“

Wenn ich wetten müsste, ich würde nicht dagegen wetten …

(bk)

Zum Thema bei TecZilla:

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„Das Apple-Tablet wird überraschen“

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Geschichte des Apple-Tablets

Zum Thema im Web:

Macrumors

Quickpwn

Techcrunch

Abbildungen: Thecustommac.com

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Kommentare

3 Stellungnahmen zu “Apple-Tablet: Und wie wäre es mit iGuide?”
  1. Anonymous sagt:

    „wie Amazons erfolgreichem Kindle“
    РDer so erfolgreich ist, dass Amazon keine Verkaufszahlen ver̦ffentlicht?

    „und anderen Multimedia-Inhalten“
    – Ob Apple damit pornografische Inhalte meint?

    iSlate für die größere und iGuide für die kleinere Version würde irgendwie auch passen. Ich könnte mir sogar vorstellen, dass Apple Markennamen eintragen lässt, nur um auf die falsche Spur zu führen. Als Ablenkmanöver und um die Diskussion um die Gerüchte anzufachen.
    Das muss man Apple auf jeden Fall lassen – das Spiel mit den Medien haben sie drauf wie sonst keiner!

  2. Judith44 sagt:

    Ich kann nicht warten auf der iSalte und will darum der Onyx Boox 60 ereader sehr gern Kaufen. Aber ich weiss nicht wo, ich habe nur ein website gefunden innerhalb Deutschland der der Onyx Boox 60 eraeder anbietet. Meine Frage ist hat jemand erfahrung mit der website: http://www.ebookreaderstore.de ?

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