Apple TV 3.0 … und was ist mit der Hardware?

Von am 30. Oktober 2009  

Apple TV 3.0Das kostenlose Software-Upgrade unterstützt Internet-Radios und verbindet stärker mit der Itunes-Plattform. Es könnte ein weiterer Hinweis auf die bevorstehende Einführung von TV-Geräten Marke Apple sein.

Geflüstert wird von solchen Plänen schon länger, dem unvermeidlichen Einzug Apples in das Wohnzimmer. Und wie viel Sinn ergibt die Weiterentwicklung der Software für ein einziges, bislang wenig erfolgreiches Gerät? Für diese kleine weiße Box, die aus Mac Mini hervorging, und die selbst Apple-Insider als ein Hobby-Produkt bezeichnen?

Die Software geht keinen Riesenschritt weiter, aber es sieht nach zielgerichteter Entwicklung mit bedächtigen Schritten aus. Neben einem neuen Hauptmenü sind die wichtigsten Neuerungen vermutlich Itunes Extras mit zusätzlichen Filminformationen und Itunes LP für Album-Downloads mit Songtexten und mehr. Abrufbar sind jetzt Genius Mixes, aus Apple TV sind Internet-Radios zu hören, außerdem spendiert Apple die Gesichtserkennung mit Iphoto Faces.

Apple TV 3.0
Apple TV mit neuem Hauptmenü

Manche wollten schon die Umstellung der Imacs auf Widescreen-Format als einen weiteren Schritt Apples in das Home-Entertainment sehen: Ein abgewandelter Imac mit den Features von Apple TV als Fernseher mit Apple-Logo? Aufhorchen ließ zudem eine Bemerkung von Apples Finanzchef Peter Oppenheimer über zu erwartende hohe Luftfrachtkosten, um „Produkte rechtzeitig für die Feiertage in den Verkauf zu bekommen“.

Er könne leider nichts über das betreffende Produkt sagen. Die Zunahme der Frachtkosten sei jedoch höher als üblich, „ungewöhnlich und fortlaufend“. So gut wie augenblicklich kamen Mutmaßungen über ein vielleicht noch in diesem Jahr zu erwartendes Apple-Tablet auf. Brad Stone hielt in der New York Times einen HD-Fernseher mit integriertem Apple TV für die bessere Erklärung ungewöhnlicher Frachtkosten.

Apple TV als HD-Fernseher?

Aufschlussreich könnte auch sein, was der kanadische Analyst Mike Abramsky von der Investmentfirma RBC von Apple-Managern zu hören bekamen. Den strengen Apple-Regeln zufolge durften sie nicht über noch nicht offiziell angekündigte Produkte sprechen. Nach seinen knappen Aufzeichnungen im Analysten-Stenogramm-Stil wiesen sie jedoch bei einer RBC-Veranstaltung vor allem auf Chancen beim Video-Vertrieb hin:

„Chancen Video / Content. Nach Musik ist Video-Content die nächste ‚explodierende‘ Chance, setzt aber die Überwindung dysfunktionaler Rechte-Usancen der Branche voraus, Konkurrenz mit subventionierten Gerätschaften (Kabel-Box, Video) und die Entwicklung des richtigen ‚Angebots‘ für die Verbraucher. Apple TV, obwohl noch immer ein ‚Hobby‘, ist gut positioniert, um von dieser sich entwickelnden Marktdynamik zu profitieren. Apple war weniger enthusiastisch, was den Markt für Online-Bücher und Zeitungen angeht, aufgrund der wenig attraktiven Branchenstrukturen.“

Wir hören heraus, dass Apples Versuche, sich mit dem Tablet-Projekt bei den Verlegern beliebt zu machen, bislang nicht auf die erhoffte Resonanz stieß. Die offenbar enthusiastischere Sicht auf den Videomarkt könnte zu ganz unterschiedlichen Produkten führen. Kommt ein Tablet, das doch weit mehr für die Videobetrachtung denn als E-Book-Reader konzipiert ist? Oder die ganz große Ausgabe, Apple TV als HD-Fernseher?

(bk)

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Zum Thema im Web:

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Abbildung: Apple

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