BILD für iPad: Teurer als gedruckt

Von am 8. Dezember 2010  

Dittsche alias Olli Dittrich staunt über die Bildzeitung auf dem iPadBild.de gleichzeitig gesperrt im Webbrowser (und Dittsche wundert sich)

Axel-Springer-Boss Mathias Döpfner redet wieder von Qualitätsjournalismus, der ein großes Potenzial habe auf mobilen Endgeräten. Das hehre Wort fällt ausgerechnet zur Vorstellung einer neuen Anwendung für Apples iPad, das seine Bildzeitung für 79 Cent täglich auf dem Tablet sichtbar macht. Damit ist zumindest der Preis sogar deutlich über die Kioskangabe (60 Cent) hinaus angehoben, obwohl die App „Bild HD“ („eine neue Dimension der Erlebbarkeit“) für das iPad immer noch ohne regionale Angebote auskommt.

Damit sich das „große Potenzial“ auch entfalten kann und es nicht an der erwünschten Zahlungsbereitschaft mangelt, ließ sich der Verlag zugleich einfallen, den Zugang zu Bild.de über den Safari-Browser des iPads zu sperren. Der Zugang ist damit zwar über andere Browser weiterhin möglich, aber die Konzernstrategen gehen offenbar davon aus, dass der gemeine Qualitäts-BILD-Leser das schon nicht mitbekommt.

Bild für iPad sorgt für Aufsehen in der Eppendorfer Grill-Station

Weg mit dem Web und her mit der App, kann das die Rettung für Qualitätsjournalismus in der Art von Springer sein? Vorstandsvorsitzender Döpfner scheint noch immer seinen eigenen Schwärmereien über das iPad zu glauben:

„Alle haben zu beten und Steve Jobs zu danken, dass er dieses Gerät geschaffen und damit sehr wahrscheinlich die ganze Journalismus-Branche gerettet hat.”

Screenshot: YouTube

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