BMW i Ventures: 100 Millionen Dollar für Startups

Von am 3. April 2011  

BMW ZentraleNeue Mobilität gesucht mit Smartphone-Apps und ortsbasierten Diensten

Das Fahrzeug der Zukunft könnte sich in ein rollendes Smartphone verwandeln, wenn es nach einigen Autoherstellern geht. Insbesondere Ford versucht mit dem sprachgesteuerten Infotainmentsystem Ford Sync einen Vorsprung herauszufahren und Kunden anzusprechen, die auch beim Fahren nicht auf die vielseitigen Features von Smartphones verzichten können. BMW hat sich bislang vor allem um iPhone-Integration bemüht. Hyundai ließ sich für das Luxusmodell Equus einfallen, Apples iPad mitzuliefern und das Handbuch zum Fahrzeug als iPad-App.

BMW legt jetzt mit i Ventures einen Investmentfonds auf, der gezielt junge Tech-Unternehmen im Smartphone-Umfeld fördern soll mit einem Schwerpunkt auf ortsbezogene Dienste. Wie die Bezeichnung verrät, ist das Projekt eingebunden in die neue Submarke BMW i.

100 Millionen US-Dollar ist es dem Unternehmen wert, ganz vorne dabei zu sein bei neuen mobilen Entwicklungen. Es muss dabei nicht einmal um das Auto gehen. Nach Jörg Reimann, einem leitenden Mitarbeiter bei i Ventures, geht BMW nicht etwa aus der Autoperspektive, sondern aus der Sicht der Verbraucher heran. Als Mobilitäts-Unternehmen wolle sich BMW auf Mobilitäts-Dienste ausrichten, auch wenn sie nicht unmittelbar mit Autos zu tun haben.

Standort von i Ventures ist New York City, das zuerst an öffentliche Verkehrsmittel denken lässt. Auch das ist gewollt, um sich den Herausforderungen wachsender Megastädte zu stellen. Bernhard Blättel, der das Projekt Mobility Services bei BMW leitet: “Wir könnten als BMW sagen, wir stehen für Autos, für die ultimative Fahrmaschine. Lasst uns hoffen, dass wir in 20 Jahren immer noch erfolgreich sind, lasst uns nicht nach links und nach rechts sehen. Oder wir sagen, wir waren immer innovativ, haben versucht, die Zukunft zu gestalten – lasst uns also nicht ignorieren, was hier geschieht.”

BMW geht dabei nicht etwa davon aus, dass Autos in Zukunft weniger wichtig sind: “Wir denken einfach, dass sie teilweise in einem anderen Kontext genutzt werden.”

Abbildung: jörn Láczay / CC (BMW-Zentrale in München)

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