Chevy Volt rollt Ende 2010 in Kalifornien

Von am 3. Dezember 2009 1 Kommentar 

Chevy VoltDie breite Markteinführung des Elektromobils erfolgt – wie beim technisch nahe verwandten Modell Opel Ampera – im Jahr 2011. Wenn die Produktion Ende 2010 anläuft, soll als erster Markt Kalifornien bedient werden.

General Motors ließ es bei der L. A. Auto Show wissen. Die Bewohner des US-Staats hält GM-Vize Bob Lutz für besonders aufgeschlossen in Sachen Umwelt: ” Kalifornien ist schon lange führend im Herangehen an Umweltprobleme. Wir bei General Motors freuen uns, die einzigartige Technologie des Volt den Verbrauchern anbieten zu dürfen, die ein besonders starkes Interesse daran bewiesen haben, sie zu benutzen.”

Er hätte natürlich auch sagen können: Kalifornien ist das Land der Toyota-Prius-Fahrer. Erste Vorserien-Modelle einer Plugin-Version des Hybridfahrzeugs testete Toyota denn auch in Japan und – natürlich in Kalifornien. GM hingegen hat im US-Bundesstaat mit den schärfsten Abgasvorschriften einen besonders schweren Stand. In Los Angeles sank der Marktanteil von GM-Fahrzeugen auf 9,8 Prozent im Vergleich zu einem gesamten Marktanteil in den USA von 19,8 Prozent.

Die umweltbewussten Fahrer, die sich einen Aufpreis leisten können oder müssen, möchte GM natürlich ebenfalls ansprechen. Denn vor der späteren Ersparnis an Spritkosten steht der höhere Fahrzeugpreis für General Motors’ Elektrowagen mit zusätzlichem Benzinmotor. Die inoffizielle Erwartung für Chevrolet Volt liegt bei rund 40.000 US-Dollar abzüglich eines Steuerrabatts von 7.500 Dollar.

Damit liegt Volt aber noch deutlich unter den Preisen konkurrierender Elektroautos. Der Elektro-Sportwagen Tesla Roadster steht sogar ab 109.000 US-Dollar in der Liste. Teslas Limousine Model S ist mit rund 50.000 US-Dollar nach Rabatten und Steuererleichterungen zu erwarten. Karma von Fisker Automotive kommt auf über 87.000 US-Dollar. Aber auch mit dem früheren Marktstart schlägt General Motors Tesla und die Konkurrenz, die mit ihren Elektro-Limousinen erst später vorfahren.

GM will in den ersten Monaten 4.000 bis 5.000 Volts bauen, im ersten vollen Jahr 8.000 bis 10.000. Bei voller Kapazität erhofft sich der Hersteller eine Produktion von 50.000 bis 60.000 Fahrzeugen im Jahr. Stückzahlen also, die weder General Motors noch die Welt retten können, und Opel erwähnen wir in diesem Zusammenhang lieber nicht. An mangelnder Nachfrage zumindest soll es nicht liegen, erklärt Lutz:

“Es ist nicht die Nachfrage, die Grenzen setzt. Wir fahren deshalb die Produktion nur langsam hoch, weil es für uns alle noch unwegsames Gelände ist.”

(rl)

Zum Thema bei TecZilla:

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Zum Thema im Web:

Detroit Free Press

Abbildung: General Motors

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Kommentare

Eine Stellungnahme zu “Chevy Volt rollt Ende 2010 in Kalifornien”
  1. Michael sagt:

    Der Opel Ampera, aus dem der Chevrolet Volt konstruiert wurde, ist ein “Benzin-erzeugt-Strom”-Elektrofahrzeug, also meines Erachtens immer noch ein Hybrid, wenn auch schon ohne Verbrennungsmotor-Direktantrieb.

    Daher vermute ich, daß auch der Chevrolet Volt den oben angeführten Titel des “Elektroautos” nicht verdient. Doch findige Bastler können ihn sicher bei Auftauchen von besseren Akkus leicht umrüsten.