Duke Nukem Forever: Wie das Wunder geschah

Von am 6. September 2010 1 Kommentar 

Mit ein wenig Hilfe von Gearbox

Randy Pitchford, Mitgründer und CEO von Gearbox, hat ausgepackt. Er hielt lange geheim, dass das 13 lange Jahre immer wieder neu angesagte und nie vollendete Spiel doch noch spielbar werden sollte. Erst während der Penny Arcade Expo in Seattle enthüllte er zusammen mit Publisher 2K Games das neu auferstandene Spiel.

Das Wunder geschah, weil nach dem scheinbar endgültigen Scheitern zu viele Beteiligte dem Duke noch immer zutiefst verbunden waren. Auch nachdem im Mai 2009 3D Realms die Gelder ausgingen und das Team der Entwickler entlassen werden musste, blieben einige von ihnen am Ball. Allen Blum, der Duke Nukem mit geschaffen hatte, arbeitete mit einer kleinen Anzahl von Mitstreitern weiter, die von zuhause aus alles taten, um dem Helden doch noch eine Chance zu geben.

Sie konnten nicht aufhören

Wenig später traf Pitchford – der selbst über einen ersten Job bei 3D Realms in die Branche kam – seinen langjährigen Freund und Mitgründer von 3D Realms, George Broussard – bei einem wöchentlichen Pokerspiel. Der absolut niedergeschmetterte Broussard berichtete von Blum, der nicht von Duke Nukem lassen konnte: „Für Allen war Duke das Leben. Er und ein paar von den anderen gaben einfach nicht auf.“

Pitchford und Gearbox-Vize Brian Martel sprachen mit Blum und den Entwicklern, die noch immer am Spiel arbeiteten. Sie kamen zur Überzeugung, das Spiel retten zu können, da sich Gearbox als Entwicklerstudio großes Vertrauen in der Branche erworben hatte. Sie wandten sich an Broussard und Miller, die Inhaber von 3D Realms, und unterbreiteten ihnen ein Kaufangebot für die Lizenzrechte an Duke Nukem.

Vor elf Monaten wurde die Vereinbarung feierlich unterzeichnet in den Büros von Gearbox, dazu strömte Dom Perignon. Anwesend waren rund 50 Leute, darunter so gut wie alle, die jemals an dem Spiel gearbeitet hatten. Zu regeln blieben noch der Rechtstreit mit Publisher Take-Two, den Gearbox von 3D Realms mit übernahm. Ein Waffenstillstand wurde erreicht, die Entwicklung von Duke Nukem Forever konnte endlich in die Zielgerade gehen.

Viel Material, aber kein Spiel

Material war reichlich vorhanden, aber alles andere als ein komplettes Spiel, wie Pitchford jetzt erzählt: „Da war eine Menge Stoff, aber kein Spiel. War wir bekamen, war eine Menge großartiger Technik, viele tolle Features und Subsysteme, viel phantastische Gameplay-Mechanik. Es war eine Menge Zeugs, aber es war nicht zusammengefügt zu einem Spiel.“

Als dann aber das Ziel ausgegeben wurde, das Game endlich zur Auslieferung zu bringen, kannten Allen Blum und die anderen Entwickler alles gut genug, um „einen sehr effizienten Plan zu entwickeln, das zu nutzen, was vorhanden war“. Pitchford kann jetzt glaubhaft sagen, dass das Spiel nur noch den letzten Schliff braucht. Es wurde bereits als spielbar vorgeführt und soll definitiv im Jahr 2011 erscheinen.

Fast das größte Problem der Duke-Macher war die Geheimhaltung. Ihnen war klar, dass sie nach so vielen nicht gehaltenen Versprechungen keine Ankündigung wagen konnten, bevor der Erfolg des Projekts absolut gesichert war. Sie entschieden sich, das Spiel zu entwickeln und nicht darüber zu reden. Es drangen zwar ein paar vage Gerüchte nach draußen – aber wer wollte noch etwas glauben, wenn von Duke Nukem die Rede war?

Die Überraschung gelang. Am Messestand der Penny Arcade Expo konnten Besucher eine Demoversion von Duke Nukem Forever anspielen. Pitchford setzt darauf, damit auch Ungläubige zu überzeugen: „Wenn Gamer sich das ansehen, dann ist es echt.Wenn ich noch einen Artikel darüber lese, selbst von es von einem angesehen Journalisten ist, glaube ich es einfach nicht.“

Abbildung: Gearbox

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