Elektroauto: China auf der Überholspur

Von am 18. Juli 2010  

Deutschlands Anstrengungen erschöpften sich in einem symbolischen Autogipfel, China aber fördert Elektromobilität gezielt

Das spiegelt sich in dem von McKinsey für das Magazin Wirtschaftswoche berechneten Evi-Index, der den Fortschritt der Elektromobilität in verschiedenen Ländern misst. Bei der ersten Erhebung vor drei Monaten lag China noch auf Platz 7 und schob sich inzwischen auf den dritten Platz vor, zog mit Deutschland gleich. Erfasst wurden dabei nicht nur reine Elektroautos, sondern auch Plug-in-Hybridfahrzeuge.

Platz 1 und 2 belegen weiterhin die USA und Frankreich, die das Elektroauto und die erforderliche Infrastruktur ebenfalls gezielt fördern. Deutschland kann, da die Hersteller zu sich kommen und ihre Bemühungen verstärken, sogar eine gute Postion für sich beanspruchen und konnte den Abstand zu Frankreich verringern. Im Mittelfeld schließen sich Japan, Korea, Italien und Dänemark an.

Sieben von 59 Fahrzeugmodellen, die chinesische Hersteller derzeit anbieten, verfügen über Elektroantrieb. Insbesondere bei der Batterietechnik, ohne die bei Elektroautos nichts geht, ist China weiter als alle anderen Länder. China fördert die Elektromobilität mit Zuschüssen für die Hersteller, die sie über den reduzierten Kaufpreis an die Kunden weitergeben müssen. Im Schnitt führt es zu einem rund 4.500 Euro günstigeren Anschaffungspreis.

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