Google Chrome 2: Nicht viel Neues zu sehen

Von am 22. Mai 2009 1 Kommentar 

google-chrome-info-smallChrome 2.0 kommt aus der Beta und steht zum Download bereit. Was bringt das?

Chrome bleibt der schnelle, einfache Browser, dem niemand Featuritis vorwerfen kann. Ein paar neue Funktionen bringt die neue Version ebenfalls mit, aber das Entwicklungsziel war weiterhin Geschwindigkeit, Geschwindigkeit und Geschwindigkeit. Und nein, Linux und Mac wurden noch immer nicht verchromt.

Für noch höhere Beschleunigung sorgen eine neue Version von Webkit und ein Update der Javascript-Engine V8, um insbesondere interaktive Webseiten schneller darzustellen. Zu bemerken ist das kaum, da sich bereits Chrome 1.0 als besonders schneller Browser bewies. Die Entwickler betonen außerdem die verbesserte Stabilität, da seit der ersten Vorstellung des Browsers über 300 Bugs beseitigt wurden.

Die sichtbaren Neuerungen überraschen überhaupt nicht und bilden nur wenig von der Funktionsvielfalt anderer Browser ab, von den zahllosen zusätzlich installierbaren Erweiterungen für Firefox einmal ganz abgesehen. So hilft Chrome jetzt auch beim Ausfüllen von Formularen durch automatisch generierte Vorschläge aus früheren Eingaben.

Neu ist auch der Vollbildmodus, der puristisch nur den Inhalt des Browserfensters darstellt. Die Entwickler empfehlen es für Präsentationen und zum Betrachten von Videos. Die Google-Strategen dürften aber auch an eigene Anwendungen wie Text & Tabellen gedacht haben, die in diesem Modus eben ganz eigenständig wirken, nicht mehr wie Apps in einem Browserfenster. Zurück in den Standardmodus geht es aber nicht wie üblich mit der Escape-Taste, nachdem die Option Vollbild gewählt wurde. Panik – erst nach vorsichtigem Durchdeklinieren der Funktionstasten stellt sich heraus, dass F11 für das Umschalten zwischen den beiden Modi gut ist.

Eine Besonderheit von Chrome sind die Miniaturansichten zuvor häufig angesteuerter Webseiten, die in jedem neuen Tab oder Fenster auftauchen. Aus ihnen dürfen jetzt einzelne Vorschaubilder entfernt werden. “Jetzt können Sie endlich diesen peinlichen Klatschblog aus der Meistbesucht-Ansicht entfernen”, sagt Google. Und woher wissen die das mit dem Klatschblog?

Wer Chrome bereits installiert hat, bekommt das Update früher oder später automatisch eingespielt. Wer es schneller braucht, kann die Aktualisierung im Fenster “Info zu Google Chrome” selbst auslösen für den Sprung von Chrome 1.0.154.65 zu 2.0.172.28. Hat aber nicht wirklich Eile, außer das mit dem Klatschblog ist zu peinlich.

(bk)

Screenshot: Google Chrome

Zum Thema bei TecZilla:

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Google Chrome – auf den Browser kommt es an

Xoomix: Google Chrome – der Comic

Zum Thema im Web:

Google Chrome Blog

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