Google Docs, die nächste Generation

Von am 13. April 2010 1 Kommentar 

Microsoft steht mit Office 2010 vor der Tür, Google beschleunigt und erweitert Google Docs

Die Büroanwendungen für Text & Tabellen wurden rundumerneuert, neu hinzu kommt der Grafikeditor als eigene Anwendung, der das Zeichnen in Zusammenarbeit mit anderen Benutzern erlaubt. Das neue Zeichenwerkzeug ist bereits da, alles andere kommt zeitversetzt in den nächsten Tagen.

Text & Tabellen wurden im Prinzip völlig neu geschrieben und nutzt jetzt stärker die Techniken aktueller Webbrowser. Aus diesem Grund sind sie aber auch nicht mehr mit Google Gears kompatibel, das bislang die Offline-Bearbeitung von Dokumenten ermöglichte. Offline kommt wieder, aber erst in einer späteren Version auf der Grundlage von HTML5 und nicht mehr mit Gears, das zusätzlich installiert werden musste.

Die neuen Werkzeuge stehen zunächst optional bereit, über Einstellungen zu aktivieren. Sie bringen mehr Funktionalität, um sich noch mehr Nutzern als Ersatz für ihre bisherigen Office-Pakete andienen zu können. Darüber hinaus steigern sie vor allem die Geschwindigkeit, ermöglichen damit online die Echtzeit-Zusammenarbeit mit anderen Anwendern. Das hebt Google Docs von der traditionellen Erfahrung mit Microsoft Office erst richtig ab.

Die größte Beschleunigung verspricht Group Product Manager Jonathan Rochelle bei der Textbearbeitung mit einer “gut ansprechenden Echtzeit-Bearbeitung, wie schon bei den Tabellenblättern zu erfahren, so dass man die Änderungen Zeichen um Zeichen sehen kann, während andere Mitarbeiter ihre Bearbeitungen vornehmen”. Das geht vermutlich auf das von Google übernommene Startup-Unternehmen AppJet und dessen Anwendung EtherPad zurück, das ganz auf Echtzeit-Zusammenarbeit ausgelegt war und Textinhalte mehrmals in der Sekunde aktualisierte.

Weiter beschleunigt wurde auch der Tabelleneditor, der seine Funktionen abrundet mit per Drag & Drop zu verschiebenden Spalten, automatischer Vervollständigung und einer eigenen Formelzelle zur Bearbeitung der Formeln. Das Zeichenprogramm erlaubt jetzt als eigenständiger Editor, Diagramme und andere Grafiken zu erstellen, um sie in Dokumente zu integrieren. Alle drei Editoren sind für die Zusammenarbeit in Echtzeit vorbereitet und bringen dafür eine eigene Chatfunktion mit. Die Beschleunigung in der neuen Version von Google Docs soll ausreichen, um bis zu 50 Nutzer gemeinsam an einem Dokument arbeiten zu lassen.

Tony Bradley konnte die neue Version bereits für PC World testen und empfiehlt sie für die meisten Nutzer: “Mir gefällt eine Menge an Google Docs, und die neuen Features bringen noch viel dazu. Die Anwendungen im Portfolio von Google Docs vergleichen sich zwar nicht dem, was ihre Entsprechungen in Microsoft Office anbieten, wenn es Dokumente, Tabellen, Präsentationen oder Diagramme voll auszureizen gilt. Aber Google Docs wird den meisten Nutzern genügen, und es bietet eine überlegene Plattform für Sharing und Zusammenarbeit an.”

Screenshot: Google Docs Drawing

Diese Icons verlinken auf Bookmark Dienste bei denen Nutzer neue Inhalte finden und mit anderen teilen können.
  • Facebook
  • Google Bookmarks
  • TwitThis


Kommentare

Eine Stellungnahme zu “Google Docs, die nächste Generation”
  1. Kohloe sagt:

    Das “blöde” ist halt dass man bei office nur auf das Word Icon auf dem Desktop klicken brauch.

    bei google:
    Browser->google.de->mehr->Text & Tabellen->Create New->Document

    Das ist neben dem Fakt das googledocs instanziert läuft und man gerne mal aus Webseiten Informationen dokumentieren möchte, dann brauch man gleich zwei Browserfenster. Und nicht jeder nutzt W7 mit dieser praktischen automatischen Fenstergrößeneinstellung.