Google-Gründer machen Kasse

Von am 23. Januar 2010 1 Kommentar 

Larry Page und Sergey Brin kündigen an, in den nächsten fünf Jahren zusammen rund 10 Millionen Google-Papiere zu verkaufen. Nach Abschluss dieser Verkäufe verfügen sie nicht mehr über die Mehrheit der Stimmrechte.

Nach dem gegenwärtigen Stand halten die beiden Gründer zusammen rund 18 Prozent der Aktien und verfügen damit über 59 Prozent der Stimmrechte. Mit den über fünf Jahre verteilten Verkäufen werden sie ein knappes Fünftel ihrer gegenwärtigen Anteile abgeben und nur noch 48 Prozent der Stimmrechte wahrnehmen können, geben damit auch ihre Mehrheit der Stimmrechte auf. Da Googles CEO Eric Schmidt ebenfalls Stammaktien hält und für weitere 10 Prozent der Stimmrechte gut ist, bleibt dem Führungstrio jedoch weiterhin eine klare Mehrheit im Unternehmen erhalten.

Die Entscheidung über diesen Verkaufsplan fiel bereits am 30. November 2009, wie aus einer gestern veröffentlichten Meldung an die US-Börsenaufsicht SEC hervorgeht. Der Fünfjahresplan dient „ihren jeweiligen langfristigen Strategien für Vermögens-Diversifikation und Liquidität“. Der geplante Verkauf von jeweils fünf Millionen Aktien brächte ihnen nach heutigem Börsenwert jeweils rund 2,75 Milliarden US-Dollar. Die Transaktionen sollen sich über fünf Jahre strecken, um die Auswirkungen auf den Markt zu begrenzen.

Die Google-Gründer folgen damit dem Beispiel anderer Gründer, die die Beteiligung an ihrem Unternehmen planmäßig verringern. Bill Gates, noch immer größter Einzelaktionär von Microsoft, verkauft in jedem Quartal eine festgelegte Anzahl von Aktien.

(bk)

Abbildung: ehud / CC (Larry Page und Sergey Brin)

Zum Thema:

SEC

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Kommentare

Eine Stellungnahme zu “Google-Gründer machen Kasse”
  1. Ich denke die beiden sind schlichtweg satt. Ist bei so viel Vermögen aber auch nachvollziehbar.