Google kauft Startups, weil es schneller geht

Von am 8. Dezember 2010 1 Kommentar 

Selbst entwickeln dauert viel zu lange

Google ist seit Jahren auf Einkaufstour und legt sich ein Startup-Unternehmen nach dem anderen zu. Zuletzt im Gespräch war sogar eine 6 Milliarden US-Dollar teure Übernahme von Groupon, zu der es aber nicht kommen sollte. Stellt sich die Frage, warum Google nicht einfach selbst entwickelt, statt mit Milliarden um sich zu werfen. Wäre es nicht viel sinnvoller, selbst einen solchen Dienst zu entwickeln?

Die indirekte Antwort gab Susan Wojcicki, bei Google als Senior Vice President für Produktmanagement verantwortlich (und Schwester von Anne Wojcicki, die mit Google-Gründer Sergey Brin verheiratet ist). Sie stand Rede und Antwort bei der Konferenz D: Dive Into Mobile in San Francisco, ohne direkt auf Groupon einzugehen:

„Es ist schwierig, schnell genug ein Team zusammenzustellen und zu organisieren, wie man es in diesen Situationen gerne möchte. Es braucht Zeit, die richtigen Leute zu finden, Gespräche mit ihnen zu führen und sie als Mitarbeiter einzustellen. Unternehmen zahlen derzeit gerne einen Aufschlag, um sofort im Markt zu sein.“

Statt auf Groupon ging sie lieber auf das 2009 für 750 Millionen US-Dollar übernommene Startup Admob ein, einen 2006 gegründeten Spezialisten für Handywerbung: „Man kauft Leute mit Erfahrung ein und lernt mehr über neue Märkte.“

Unklar bleibt, ob Google das Gebot für Groupon noch erhöhen könnte, eines der konkurrierenden Unternehmen kauft oder sich selbst mit einem ähnlichen Dienst versuchen könnte, der Social Networking mit Angeboten im lokalen Handel verbindet. Groupon bietet den Teilnehmern Gutscheine, die zu Schnäppchenkäufen in ihrer Region berechtigen, wenn sich genug Interessenten für das jeweilige Angebot entscheiden.

Die beschleunigten Markttendenzen lassen selbst die Google-Managerin ratlos zurück: „Es ist eine große Gelegenheit, aber der Markt ist erst in der Entstehung. Es ist noch immer schwierig einzuschätzen, was tatsächlich funktioniert.“

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