Google, Kornkreise und Aliens

Von am 15. September 2009 2 Kommentare 

Google KornkreiseDas Google-Logo verwandelt sich heute zu einem neuen Rätsel-Doodle mit Kornkreisen. „Schon wieder Erster“ rufen die Ersten und verkünden ihre Lösungen.

Die Buchstaben wirken wie Kornkreise und verweisen zugleich auf eine Google-Suche nach „Kornkreise“. Darüber wirft ein Ufo seinen Schatten, als hätte es die Kreise ins Getreidefeld geschnitten. Dazu gibt es wie beim ersten Ufo-Doodle einen kryptischen Hinweis per Twitter, der diesmal 51.327629, -0.5616088 lautet und von „einem Googler“ kommt.

Die Rate-Koryphäen der ersten Stunde verkünden bereits wieder lautstark ihre Lösungen. Es sind Längen- und Breitengrad einer angeblichen Ufo-Sichtung am 15. September 1995, meldet Mashable. Eine Familie mit zwei Kindern, mit dem Auto auf einer Landstraße unterwegs, berichtete von einem „riesigen tellerartigen Fluggerät, etwa 15 Meter lang mit grellen Lichtstrahlen aus den Bullaugen“. Es hob dann ganz schnell wieder ab, wie wir das eben von Ufos so kennen.

Ein weiterer Ratefuchs hingegen verortet die Koordinaten in Horsell Woking im britischen Surrey. Dort ließ H. G. Wells, Verfasser von „Krieg der Welten“ und Pionier der SF-Literatur, Marsianer in ihren dreibeinigen Kampfmaschinen zur Invasion der Erde ansetzen. Die Wells-Theorie kam bereits beim ersten Doodle der Serie „Rätselhafte Phänomene“ auf. Für sie könnte auch sprechen, dass Wells‘ Geburtstag (21. September 1866) sich am nächsten Montag zum 143. Mal jährt – wenn angeblich das dritte Doodle der Serie zu erwarten ist. Auch wenn 143 nicht gerade eine runde Zahl ist.

Der nächste Doodler hingegen starrt auf das fehlende „L“ in den Kornkreisen und will darin einen Hinweis auf das fehlende Symbol im Titel des neuen Romans „The Lost Symbol“ von Dan Brown sehen. Und so ein Zufall, der Nachfolger von „Da Vinci Code“ steht ab heute in den Buchläden. Diese Erkenntnis verkündet der Symbolforscher als noows mit der Ãœberschrift „Kornkreise – Rätsel um das Google Doodle gelöst“.

„Googles UFO-Connections“

Richtig außerirdisch wird es bei All News Web. Da wird ein Zusammenhang von Googles Ufo- und Kornkreis-Doodles mit geheimen Ufo-Verbindungen der Suchmaschine behauptet aufgrund einer „Serie von kurzen E-Mails von jemandem, der behauptet, im Pentagon innerhalb der DARPA-Organisation“ gearbeitet zu haben an einem Projekt, das mit dem Ames Research Center der NASA und SETI zu tun hatte. Um das jetzt etwas abzukürzen: Die Kontakte mit Außerirdischen sollen schon bald öffentlich gemacht werden, Barack Obama ist in fast täglichem Kontakt mit SETI und kommuniziert direkt mit den Aliens. Die wiederum haben viel mit Google zu tun:

„Die Aliens trugen indirekt zur Entwicklung der Internet-Suchmaschinen bei und stehen dabei durch SETI in begrenztem Kontakt mit Google (und angeblich über das Ames Research Center der NASA. Sie können aktuell auf das Internet zugreifen, und ihre Mitwirkung an der Suchmaschine dient dem Zweck, so viel wie möglich über die Erde zu verstehen vor ihrer nächsten Ankunft.
Es wird angenommen, dass die Algorithmen der Suchmaschine teilweise auf der Form telepathischer Kommunikation beruhen, die sie benutzen.“

Diesen Ufologien liegt zugrunde, dass die Google-Gründer ausgewiesene Raumfahrt-Fans sind: Google setzte mit dem Google Lunar X Prize einen Preis von bis zu 25 Millionen US-Dollar für die erste erfolgreiche Landung eines Roboters auf dem Mond aus, der dort bestimmte Aufgaben zu erfüllen hat, um den Preis für seine Schöpfer zu verdienen. Sergey Brin hat sich an der Firma Space Adventures beteiligt und bereits den Platz für einen privaten Raumflug mit einer Sojus-Rakete reserviert. Dann wäre da noch der Satellit GeoEye-1, der mit Logo und Geld von Google ins All geschleudert wurde. Eine NASA-Verbindung hat Google ohnehin durch die unmittelbare Nachbarschaft der Google-Zentrale zum Forschungspark der amerikanischen Weltraumbehörde. Google-Gründer Sergey Bin:

„Ich bin echt überzeugt von der Erforschung und kommerziellen Entwicklung der Raumfahrt. Und ich freue mich auf die Chance, selbst in den Weltraum zu fliegen.“

Könnte die Absicht der Doodles darin bestehen, neugierig zu machen auf eine neue Raumfahrt-Initiative? Nur so eine Idee.

Das dürfte reichen, kehren wir zu irdischen Beobachtungen zurück. Der Dateiname des ersten Doodles „Rätselhafte Phänomene“ lautete go_gle.gif (mit fehlendem „O“), das heutige Kornkreise-Doodle kommt als goog_e.gif (mit fehlendem „L“).

Was will uns Google buchstabieren?

Update 21. 9. 2009: Und die Lösung ist …

Rätselhafte Google-Doodles feiern H. G. Wells

(bk)

Zum Thema bei TecZilla:

Rätselhafte Google-Phänomene … ungelöst

Google-Satellit schickt scharfe Bilder

Zum Thema im Web:

Independent

Screenshot: Google

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Kommentare

2 Stellungnahmen zu “Google, Kornkreise und Aliens”
  1. Anno dazumal sagt:

    Beim nächsten Mal fehlt das bestimmte ‚e‘ – OLE!

    Zumindest die Theorie mit Barack Obama, NASA, DARPA, SETI und Pentagon halte ich für absoluten Schwachsinn – entweder von einem Spinner, oder von Google selbst, um die eigene Suchmaschiene neben Bing wieder ins Gespräch zu bringen und vlt. sogar der Versuch einen kleinen Mythos darum zu stricken… Guerilla-PR sozusagen.

  2. Anno dazumal sagt:

    fehlt bestimmt das ‚e‘, sorry