Google: Mehr Gewinne, mehr Jobs

Von am 16. April 2010  

Google legte im ersten Quartal 2010 erneut stark zu und will weiter expandieren – vor allem mit Android, Chrome und Google Apps

Zum Ende des ersten Quartals beschäftigte Google 20.621 Mitarbeiter, Ende 2009 waren es noch 19.835. Und das soll so weitergehen, sagt Finanzchef Patrick Pichette: „Wann immer ich einen guten Entwickler finde, stellen wir ihn ein. Google braucht sie.“

Besonders aggressiv wirbt Google Entwickler für die Android- und Chrome-Projekte an, aber auch für den Business-Bereich um Google Apps. Die Übernahme weiterer Unternehmen im monatlichen Rhythmus ist ebenfalls zu erwarten: „Wir investieren weiterhin stark in Menschen, Produkte und Übernahmen.“

Grundlage für die ungebremste Expansion ist die anhaltend gute Entwicklung im Suchgeschäft. Die guten Werbeeinnahmen sprechen für eine anstehende wirtschaftliche Erholung. Die Umsätze stiegen gegenüber dem Vergleichsquartal des Vorjahrs um 23 Prozent auf 6,77 Milliarden US-Dollar, die Gewinne um 38 Prozent auf 1,96 Milliarden Dollar. Die Zuwächse erfolgten querbeet über Regionen, Kategorien und Werbeformen hinweg.

Die Barreserven stiegen weiter auf 26,5 Milliarden Dollar. Mit weiteren Aktiva addieren sie sich auf über 40 Milliarden Dollar. Googles Kriegskasse ist damit ähnlich gut gefüllt wie die von Apple – und beide Unternehmen konkurrieren in immer mehr Geschäftsfeldern.

Auch im Detail zeigt alles nach oben: Die Werbeklicks nahmen um 15 Prozent zu, die Einnahmen je Klick (cost-per-click) um 7 Prozent. Dabei fällt auf, dass die Einnahmen durch Googles Werbepartner im Adsense-Netzwerk mit 24 Prozent stärker zulegten im Vergleich zur Werbung auf Googles eigenen Sites, die um 20 Prozent wuchs. Dennoch bringen die Google-Sites noch immer 66 Prozent der gesamten Einnahmen und die Partner-Sites 30 Prozent.

Viel weiter in die Details gingen die Google-Manager allerdings nicht. Auch auf Nachfrage nicht nennen wollten sie Verkaufszahlen zu Nexus One, dem von Google selbst angebotenen Android-Smartphone. Sie ließen nur wissen, sie seien „äußerst glücklich“ mit den Verkäufen. Demnach ist Nexus One profitabel, wenn auch nicht übermäßig – was immer das bei Google bedeuten mag.

Screenshot: Google

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