Google und die CIA wollen mit “Recorded Future” in die Zukunft sehen

Von am 29. Juli 2010  

Heute wissen, was morgen geschieht

Informationen finden und organisieren, das ist das Geschäft beider Organisationen. Es kann daher nicht wirklich überraschen, dass sie an den gleichen technologischen Entwicklungen interessiert sind und sie gezielt fördern.

Google wie die CIA verfügen dafür über eigene Wagniskapital-Unternehmen. Die Central Intelligence Agency gründete 1999 In-Q-Tel („Accelerating Innovation for the Intelligence Community“). Googles Wagniskapital-Arm heißt Google Ventures und wurde im letzten Jahr gegründet, um „Unternehmer zu unterstützen, die transformative Unternehmen schaffen“.

Wie Wired berichtet, treffen sich die Bemühungen von CIA und Google bei einem Startup-Unternehmen, das Aufklärung auch über zukünftige Ereignisse verspricht. Google als Geldgeber von Recorded Future war schon zuvor bekannt, die finanzielle Förderung durch den Geheimdienst wurde erst jetzt öffentlich.

Die „aufgezeichnete Zukunft“ ist wie eine Websuche zu verstehen, die chronologische Daten auswertet – Bezüge zu vergangenen Ereignissen oder solchen, die in Zukunft geschehen sollen. Die Ergebnisse, die auch als Grafiken ausgegeben werden, sollen mehr Vorausblick geben von Börsengängen bis zur Terrorismus-Analyse: „So können Sie die Zukunft in fast jeder Hinsicht besser verstehen.“

Suchmaschine und Geheimdienste treffen sich nicht zum ersten Mal. Nach der chinesischen Hacker-Attacke auf Google wurde über eine begrenzte Zusammenarbeit mit dem Blue Team berichtet, einer Sondereinheit der NSA (National Security Organization), um die Sicherheitslage zu analysieren. Geheimdienste wiederum erwarben von Google Ausrüstung für das Netzwerk Intellipedia, das dem Informationsaustausch zwischen Agenten dient. Die CIA unterstützte über In-Q-Tel das Kartographie-Unternehmen Keyhole – es wurde 2004 von Google übernommen als Basis für Google Earth.

Abbildung: Recorded Future

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