Klimarekord: Weltweit der heißeste Juni seit Beginn der Aufzeichnungen

Von am 16. Juli 2010 5 Kommentare 

2010 ist auf dem Weg, das wärmste Jahr seit Beginn der Aufzeichnungen vor 130 Jahren zu werden

Auch die ideologisch aufgeladenen Leugner des Klimawandels geraten zunehmend ins Schwitzen: Der Juni war der 304. Monat in Folge, der in den globalen Land- und Oberflächentemperaturen über dem Durchschnitt des 20. Jahrhunderts lag. Der letzte Monat mit Temperaturen unter diesem Durchschnitt war der Februar 1985. Die 10 höchsten Durchschnittstemperaturen seit Beginn der Wetteraufzeichnungen im Jahr 1880 wurden in den letzten 15 Jahren gemessen.

Die Landflächen erwärmten sich in diesem Juni besonders stark mit gemessenen 1,1 Grad Celsius über dem Schnitt des 20. Jahrhunderts, der bei 13,3 Grad liegt. Land- und Ozeanflächen insgesamt legten um 0,68 Grad zu auf 16,2 Grad. Zu den drastischen Folgen gehört die dahinschmelzende arktische Eisfläche, die sich um 10,6 Prozent auf 10,9 Millionen Quadratkilometer verringerte, verglichen mit dem Schnitt der Jahre 1979 bis 2000. Australien erlebte den vierttrockensten Sommer der Messungsgeschichte, während Großbritannien im ersten Halbjahr die größte Trockenheit seit 1929 erlebte.

Temperatur-Abweichungen im Juni 2010

Es gibt wie immer die Ausnahmen, die die Regel bestätigen. Spanien erlebte den kühlsten Juni seit 1997, das südchinesische Guizhou sogar den kühlsten Juni, der jemals aufgezeichnet wurde.

Diagramm: National Climatic Data Center / NESDIS / NOAA

Diese Icons verlinken auf Bookmark Dienste bei denen Nutzer neue Inhalte finden und mit anderen teilen können.
  • Facebook
  • Google Bookmarks
  • TwitThis



Kommentare

5 Stellungnahmen zu “Klimarekord: Weltweit der heißeste Juni seit Beginn der Aufzeichnungen”
  1. eric sagt:

    Sagt schnell, wieviele Millionen braucht ihr für die Forschung, damit auch weiterhin jedes Jahr das wärmste seit Beginn der Klimaaufzeichnungen wird!! Mal sehen, wer nächstes Jahr als erstes schreit und Millarden einsackt.

  2. AntonyMouse sagt:

    @eric: ich brauche nicht mal einen(!) Cent, um zu sehen, dass die Gletscher, welche über Jahrhunderte hinweg eine relativ konstante Ausdehnung aufwiesen, nun in wenigen Jahren rasant abschmelzen! – Aber das hat sicherlich rein gar nichts mit dem Klima und erst recht nicht mit einem Wandel selbigens zu tun… alles dummer Aberglaube! Vielmehr liegt es Touristen, welche es nicht lassen können, in die Gletscher zu urinieren – glaubt mir!

    @Bernd: und Elektroautos sind NICHT die Lösung!!!
    Sie können ein Teil davon sein, wenn erst einmal ein signifikanter Anteil der Energie aus regenerativen Quellen gewonnen wird.
    Und hier kann jeder, welcher ein Eigenheim besitzt, seinen Beitrag dazu leisten – die Energie-Konzerne werden es jedenfalls nicht tun. Wenn diese ein solches „grünes“ Projekt durchführen, dann geschieht dies leider NUR aus Image-Gründen.

  3. Bernd Kling - Opponent sagt:

    Das Leben auf der Erde ohne Schutzbekleidung ist schon längere Zeit theoretisch nicht mehr möglich, glaubte man der vor 40 Jahren vorausgesagten Weltuntergangs-Prophezeiung der OZON-Bedrohungs-Jünger. Das die Gletscher seit der letzten Eiszeit abschmelzen ist auch bei Durchschnitts-IQ-Trägern unbestritten, es liegt offensichtlich in der Natur der Sache. Genauso liegt es in der Natur der Sache, dass es eine nächste Eiszeit geben wird. Es liegt nicht in der Natur der Sache oder besser gesagt, es ist Mumpitz, dass Klimaveränderungen Menschen-verursacht sind, aber man kann den Mainstream damit nach Bedarf manipulieren.

  4. AntonyMouse sagt:

    @Bernd:
    „Es liegt nicht in der Natur der Sache oder besser gesagt, es ist Mumpitz, dass Klimaveränderungen Menschen-verursacht sind“

    Das ist Bullshit!
    Genauso, wie man nicht beweisen kann, dass Klimaveränderungen Menschen-verursacht sind, kannst du auch nicht beweisen, dass das Gegenteil der Fall ist. – Du kannst dir dein „Mumpitz“ also getrost in deinen Allerwertesten schieben!

    Fakt ist nur, dass wir innerhalb von wenigen Jahrzehnten Eröl verbrannt haben, welches viele Millionen Jahre benötigte, um überhaupt in diesen Massen vorzukommen. Diese Aber-Milliarden von Tonnen CO2, welche wir in die Atmosphäre entlassen, können durchaus einen Einfluss auf das Weltklima haben – beweisen kann man das natürlich nur schlecht.

    Aber was spricht dagegen, auf Nummer sicher zu gehen und einfach zu versuchen, von dieser Energiepolitik weg zu kommen? – Schaden wird es auf keinen Fall!
    Im Gegenteil: aufgrund dessen, dass der Erdölvorrat wegen seiner Endlichkeit sowieso „bald“ zur Neige geht, ist ein Umdenken ohnehin unausweichlich. – Warum nicht gleich jetzt dies tun, und den Öl-Scheichs nicht noch mehr Geld sinnlos in den Arsch zu blasen?

    Ich will mir von meinen Kindern nicht sagen lassen müssen, wie „scheiße meine Generation damals war“ – selbst wenn wir am Klima-Phänomen keinen Anteil hätten, der Vorwurf würde doch immer bleiben!

    Ãœbrigens: das Erschreckende am Abschmelzen der Gletscher ist nicht, dass es passiert, sondern dass es so schnell passiert. – Dies wäre auch bei einer erdgeschichtlichen Warmzeit nicht in dieser Geschwindigkeit zu erwarten (aber ganz genau weiß natürlich auch das keiner…).

  5. Bernd Kling sagt:

    Ähm, nur mal für den Fall, dass jemand „Bernd Kling – Opponent“ mit mir verwechselt haben sollte: Ich war das natürlich nicht.
    Ich fütter auch keine Trolle – und schon gar keine, die Klimawandel und menschlichen Einfluss noch immer leugnen.