"Light Car – Open Source"

Von am 4. März 2009 3 Kommentare 

Nicht Blech von gestern, sondern ein ungebremst fantasievolles Elektroauto-Konzept. Vorgestellt auf dem Automobilsalon in Genf.

Es kommt nicht von einem der bekannten Autohersteller, die bekanntlich ganz andere Probleme haben. Sondern von EDAG, einem Entwicklungspartner internationaler Automobil- und Luftfahrtfirmen. Das Light Car ist ausdrücklich als Open-Source-Projekt ausgelegt, weil sich viele der eingesetzten Technologien noch in einem frühen Entwicklungsstadium befinden. Ihre Ideen mit einbringen sollen Computer- und Softwareentwickler ebenso wie Spezialisten der Karosserie- und Elektrotechnik. EDAG arbeitet mit Projektpartnern und versteht sich als Sponsor des Gesamtprojekts.

Bei der Karosserie setzen die Entwickler auf eine neuartige Basaltfaser als leichten, stabilen und komplett wiederverwertbaren Werkstoff. Für den Vortrieb sollen „intelligente, elektrische Antriebssysteme in den Rädern“ sorgen: Radmotoren, die traditionelle Fahrzeugtechnik entbehrlich machen und ein Fahrzeug völlig neu konzipieren lassen.

Der Hingucker aber ist das Lichtkonzept, das auf (O)LED als Design- und Kommunikationselement setzt. Leuchtkörper in den Glasscheiben zeichnen individuell gestaltbare Scheinwerfer in Front und Heck. In ähnlicher Weise soll der Fahrer sein Cockpit selbst gestalten dürfen. Johannes Barckmann, Leiter des EDAG-Designstudios:

„Wir haben die heutigen Standards der Multimedia- und Lichttechnologie auf das Automobil übertragen und wollen dem Endverbraucher in Zukunft Gestaltungsspielraum zur freien Konfiguration anbieten, denn die gesamte Oberfläche des Fahrzeuges funktioniert wie ein Bildschirm eines Multimediagerätes und kann intelligent und individuell genutzt werden.“


Die Fahrzeugbeleuchtung ist vom Benutzer konfigurierbar

Das Lastenheft zur Entwicklung gibt vor:

Monovalentes Elektrofahrzeug
Reichweite > 200 km
Geschwindigkeit 150 km/h
4 – 5 Passagiere
konsequenter Leichtbau
Licht als Design- und Kommunikationselement
Großserientauglichkeit
zukunftsweisendes Innenraumkonzept

Das Konzeptfahrzeug ist vier Meter lang und 1,70 Meter breit. Da Motor und Getriebe durch die elektrisch betriebenen Radmotoren entfallen, kommt es jedoch auf einen Radstand von 2,90 Meter und ein entsprechendes Raumangebot.

Das „Making of“ des Prototyps ist bei Edag-light-car.com zu sehen. Wie das Light Car eines Tages leuchten und fahren könnte, zeigt eine Flash-Animation.

(rl)

Screenshots: EDAG

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Kommentare

3 Stellungnahmen zu “"Light Car – Open Source"”
  1. Anno dazumal sagt:

    Wirklich interessantes Konzept – nur leider hat die Studie keinen Kofferraum, was sehr unpraktisch ist!

  2. fangorn sagt:

    Wieder so ein typisches Designobjekt ohne praktische Überlegungen. Wie der Architekt der angeblich ein ganzes Kloster ohne ein einziges Scheißhaus entworfen hatte.

    „Leute die das fahren brauchen nichts zu transportieren, die kaufen sich am Ziel alles was sie brauchen.“

    Auch die Beleuchtung am Hintern könnte man sich sparen wenn die Scheiben nicht schwarz wären und man durch die rollende Schrankwand durch die Beschilderung sehen könnte.

    Na ja, aber wie meist schließen sich „Design“ und „Denken“ wieder mal aus. 😉

  3. Markus Gawor sagt:

    Ich habe das Konzept mir angeschaut, bin voll begeistert von der Umsetzung.

    Meiner Meinung nach srpicht dieses Konzept auch Junge autofahrer an die interesse daran haben neue und Regenerative Rohstoffe zu nutzen.

    Ich würde mich freuen wenn dieses Auto genau so wie es schon ausgestellt wurde in Großserie geht, ( ich würde es so kaufen ).

    Vielleicht kann man ja in der Akkutechnologie noch einiges herraus holen, so dass man in Zukunft auch Akkus mit einer laufleistung bis 500Km verbauen kann.

    Wichtig währe auch,ein Musik-Entertaiment systhem welches Filme,E-mail,Musik usw. auf hohem nivau wieder gibt.Aus meiner sicht unumgänglich wenn man auch Junge User an das Auto bekommen möchte.

    Die Form mit er recht kleinen „Motorhaube“ ist sehr schön gelungen ( fahre selber nen Smart ) und bin mit der Art der Bauweise vertraut.

    man könnte ja auch in weiteren Modellen über ein Distance Control und Einparkhilfen nachdenken.

    Könne noch einiges schreiben,aber ne Grobe Ãœbersicht reicht bestimmt auch aus 🙂

    Nur noch eins: wann Kommt es auf den Markt und was wird es kosten??

    MFG Markus