Nissan: Kompakte Hybridtechnik, neue Elektroautos

Von am 28. Juli 2009  

nissa-ev-prototypJapans Autofirmen gehen mit neuen Akku- und Antriebstechniken auf die Ãœberholspur.

Nissan entwickelt ein Hybridsystem, das in kleinen Fahrzeugen einzusetzen ist. Der Hersteller sieht es jedoch nur als Zwischenlösung, um die Verbrauchswerte zu verbessern, bevor sich vollelektrische Fahrzeuge auf breiter Spur durchsetzen. Eine endgültige Entscheidung, tatsächlich Hybridfahrzeuge kleinerer und mittlerer Größe anzubieten, wurde noch nicht getroffen. Es wäre eine neue Strategie des Unternehmens, das anders als Toyota über keinen Vorsprung in der Hybridtechnik verfügt und deshalb stärker auf das Elektroauto setzt.

Größere Hybridfahrzeuge von Nissan hingegen dürfen als wahrscheinlich gelten. Wie die Wirtschaftszeitung Nikkei berichtet, will Nissan 2011 eine Hybridversion seines Minivans Serena anbieten.

Am 2. August stellt Nissan ein Fünfsitzer-Elektroauto vor. Dessen begrenzter Marktstart soll 2010 in Japan und den USA erfolgen, die weltweite Markteinführung im Jahr 2012 zusammen mit zwei weiteren Modellen. Das noch namenlose Fahrzeug erreicht mit dem 80-Kilowatt-Elektromotor eine Höchstgeschwindigkeit von 140 km/h. Die Batterie verspricht eine Reichweite von bis zu 160 km. Sie kann bei 200 Volt innerhalb von 8 Stunden geladen werden. Eine 3-Phasen-Schnellladestation soll die Ladezeit bis auf 30 Minuten verringern. Nissan experimentiert ebenfalls mit eine kabellosen Ladetechnik durch Induktion, bei der die Ladung in einer Parkbucht erfolgen könnte.

Die Lithium-Ionen-Batterie im Unterboden ist für 24 Kilowattstunden gut. Ein bereits gezeigter Prototyp mit der Karosserie eines aktuellen Serienmodells (im Entwicklerjargon „Maultier“ genannt) durfte bereits von einem Journalisten probegefahren werden, der von extremer Beschleunigung berichtet. „Handhabung und Leistung sind genau so, wie man es von einem Fahrzeug in seiner Klasse erwartet“, war sein Eindruck nach einer ersten Runde.

Die Einstiegskosten für das Elektroauto will Nissan mit einer neuen Vermarktung senken. Die Elektroautos sollen verkauft, die Batterien jedoch an die Kunden geleast werden. Damit bleibt der Hersteller auch verantwortlich für das Recycling oder erneute Nutzung der Batterien. Nissan geht davon aus, dass die Batterien zehn Jahre lang halten, bevor ein Austausch erforderlich ist.

(rl)

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Zum Thema im Web:

Infoworld

Wired

Abbildung: Nissan (Elektroauto-Prototyp auf „Maultier“)

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