Samsung Continuum: Ein Display ist nicht genug

Von am 9. November 2010  

Samsung Continuum mit zweitem DisplayKein Nexus Two, aber zwei Displays

Nichts war dran an den hochgezogenen Gerüchten um ein zu erwartendes Nexus Two von Samsung. Stattdessen stellte Samsung ein Android-Smartphone mit nur einem auffälligen Feature vor, einem zweiten Display.

Die fast noch spannendere Nachricht ist die Zahl der inzwischen verkauften Samsung Galaxy S: drei Millionen in den USA, sieben Millionen weltweit. Angeblich verknappen sie sich inzwischen sogar aufgrund von Engpässen bei AMOLED-Displays, die voraussichtlich das ganze nächste Jahr anhalten.

Während Galaxy S bei den vier führenden Mobilfunkanbietern in den USA gleichzeitig im Angebot ist, wurde Continuum nur für Verizon Wireless angekündigt. Es verfügt ebenfalls über ein Display in Super AMOLED – und gleich zwei davon. Unter dem Hauptdisplay mit einer Diagonale von 3,4 Zoll liegt wie ein Streifen ein zweites Display, verbaut für eine Ticker-Anzeige für Wetter oder Sport oder was immer Apps an aktuellen Informationen zuliefern.

Samsung Continuum mit Ticker-DisplayDer Ticker ist zu aktivieren durch einen seitlichen Drucksensor. Das Ticker-Display reagiert ebenfalls auf Touch-Eingaben und ist ganz unabhängig vom größeren Hauptdisplay zu nutzen. Selbst das kleine Display wartet mit einer Auflösung von 480 x 96 Pixeln auf.

Die technische Basis ist mit einem 1 GHz schnellen Hummingbird-Prozessor und 5-MP-Kamera auf aktuellem Niveau. Continuum geht gut als das Sondermodell von Galaxy S durch, das es tatsächlich ist. Für Enttäuschung sorgte dafür die nicht mehr ganz aktuelle Version 2.1 „Éclair“, mit der Samsung das Continuum ausliefert. Das fällt doch weit zurück hinter dem vielfach erhofften 2.3 „Gingerbread“, zwei Displays hin oder her.

Als Besonderheit des US-Marktes zu werten ist die Installation von Bing-Suche und Bing Maps anstelle der gewohnten Dienste von Google. Zum einen bestimmen die Netzbetreiber in den USA ganz erheblich bei Hardware wie Software mit, zum anderen sieht Microsoft offenbar die dringende Notwendigkeit, sich Marktanteile zu erkaufen. Den Anwendern bleibt es immerhin nicht verwehrt, sich dennoch für Googles Dienste zu entscheiden.

Abbildung: Samsung

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