Sarah Palin schmerzlich vermisst

Von am 14. Dezember 2008 1 Kommentar 

Medienbeobachter in den USA klagen über drastisch gesunkene Zuschauerzahlen bei Webvideos. Seit sich Vize-Kandidatin Sarah Palin mitsamt ihrer reichen Beute an Designerkleidung, finanziert durch die Republikanische Partei, wieder nach Alaska zurückgezogen hat.

Satte 290.000 Dollar hat sie verbraten für schicke Klamotten und körperlich pflegende Maßnahmen, wie der britische Telegraph enthüllte. Und brauchte gerade mal zwei Monate dafür.

42.000 $ gingen für den genialen Haarstylisten drauf, 48.400 $ für die Makeup-Künstlerin Amy Strozzi, die aufgrund ihrer Bemühungen für eine Reality Show bereits für einen Emmy nominiert wurde. Insgesamt 150.000 $ nahmen Designerläden dankbar entgegen, in denen Frau Palin während der Präsidentschaftskampagne sich und ihre Familie einkleidete.

Schwer gelohnt haben sich Palins Aktivitäten auch für die Videoportale von NBC und Hulu, letzteres ein Joint Venture von NBC Universal und Fox News. Das geht aus Zahlen hervor, die Peter Kafka bei All Things Digital analysierte. Jetzt aber ist es vorbei, wie der drastische Rückgang vom Oktober auf den November zeigt. Die Zuschauerzahlen bei NBC.com halbierten sich von 14,1 auf 7,2 Mlllionen, bei Hulu.com fielen sie um 11 Prozent.

Warum aber fiel YouTube in diesem Zeitraum nur um 0,0006 Prozent? Kafkas messerscharfe Schlussfolgerung: Der Höhenflug bei NBC und Hulu ist nur mit der Superstar-Wirkung Sarah Palins zu erklären in Verbindung mit den kongenialen Sketchen der Kabarettistin Tina Fey von Saturday Night Life, deren Videos nur bei NBC / Hulu legal zu betrachten waren. Tina Fey hatte sich förmlich in Palin verwandelt und ihre Performance teilweise mit den sinnfreien Original-Statements Sarah Palins absolviert. In Nachrichtensendungen wurden die satirischen Tina-Sketche und Sarah-Auftritte gegenübergestellt mit dem Hinweis, die Satire benötige nicht mal mehr eigene Texte.

„Sarah Palin, komm bitte zurück“, fleht All Things Digital schon in der Ãœberschrift. Valleywag erkennt gar in Sarah Palins fataler Medienabstinenz den echten Grund für die tödliche Krise im Online-Werbegeschäft. Und fordert, ihr mindestens einen YouTube-Channel oder eine vergleichbare Plattform für weitere mitreißende Auftritte zu geben.

(Nein, das Vogue-Cover ist nicht echt. Sondern ge-photoshoppt.)

(bk)

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  1. […] was noch übrig war. Nein, nicht die Kleidersammlung von Vize-Präsidentschaftskandidatin und Webvideo-Superstar Sarah Palin aus teuersten Designerläden, die sie sich auf Kosten der Republikanischen Partei […]