Schüler macht 130.000 Dollar mit Umbausatz für ein weißes iPhone 4

Von am 17. November 2010  

Umrüstsatz für ein weißes iPhone 4Wie konnte sich Apple dieses Geschäft entgehen lassen?

Apple bringt das weiße Einhorn iPhone 4 einfach nicht aus der Tür, auf das Liebhaber in aller Welt verzweifelt warten. Absolut zweifelsfrei sind die Gründe dafür noch nicht geklärt, aber vor dem Frühjahr 2011 wird es nichts mehr damit, wenn überhaupt.

Wie Tech-Insider erzählen, gibt es jedoch sehr wohl weiße iPhones 4, die insbesondere im Großraum San Francisco laufend gesichtet werden. Ausschließlich Mitarbeiter eines Unternehmens in Cupertino sollen es sein, die damit unterwegs sind, man könne daran Apples Mitarbeiter erkennen.

Aus Schwarz mach Weiß

Offenbar drängt es viele, eine solche Aura um sich zu haben. Vielleicht ist es auch die Rarität, die zum weißen iPhone lockt. Einer ungesicherten Statistik zufolge gibt es weltweit 14 Millionen Besitzer von schwarzen iPhones 4, aber nur 500 Träger eines weißen Gegenstücks.

In diese klaffende Marktlücke sprang ein 17-jähriger New Yorker Schüler. Er bietet über seine Website Umrüstsätze an, mit denen sich ein schwarzes iPhone 4 in ein weißes iPhone 4 verwandeln lässt. Es ist ein dreiteiliges Kit und besteht aus vormontierter weißer Vorderseite und Rückseite für das Gehäuse, ergänzt von einem ebenso weißen Home Button. Zu montieren ist es nach bebilderten Anleitungen, bei mangelndem Geschick mit Hilfe eines Technikers.

Soviel Weiß hat seinen stolzen Preis von 275 US-Dollar (und das ist „vorübergehend“ herabgesetzt von 295 Dollar). Aber solange Apple aus welchen Gründen auch immer die Konkurrenz scheut, gibt es eben keine Alternative für die Liebhaber weißer iPhones. Und schließlich sind es originale OEM-Bauteile, versichert der Schüler, der fließend chinesisch spricht. Er beruft sich dabei auf einen guten Bekannten, der über Beziehungen zu Apples Auftragshersteller Foxconn verfüge.

College oder Gefängnis?

Der 17-jährige Schüler Fei Lam startete das Angebot im August und verkaufte zunächst nur wenige Umrüst-Kits täglich. Nachdem Gadgetblogs und schließlich CNN darüber berichteten, zogen seine Umsätze steil an und erreichten inzwischen 130.000 US-Dollar. Was immer ihm davon bleibt, es könnte reichen für eine solide College-Ausbildung an der New York University, die er anstrebt. Es könnte aber auch juristische Folgen bis hin zu Gefängnis haben, wie der New York Observer berichtet.

Er wurde jetzt von Privatermittlern beschuldigt, gestohlene Waren zu verkaufen. Das sei mit Sicherheit nicht der Fall, beteuert Lam und wundert sich über die Anschuldigung: „Es ist so eine Art von Unternehmen, das gegen gefälschte Produkte / Markenpiraterie vorgeht, was sich unsinnig anhört und ähnlich wie die Begründungen, mit denen Apple die Angebote weißer iPhones 4 bei eBay entfernen lässt.“

Der Schüler äußerte gegenüber der Zeitung die Vermutung, dass die Ermittler ihn im Auftrag Apples einschüchtern sollen. Er will standhaft bleiben und sein Angebot nicht einstellen.

Abbildung: WhiteiPhone4Now

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