E-Books: Stephen King bei Scribd

Von am 12. Juni 2009 1 Kommentar 

scribd-store-smallEs muss nicht immer Amazon oder Google sein, wenn es um E-Books geht. Mit Simon & Schuster stellt einer der führenden US-Verlage Tausende von Büchern bei Scribd ein, gerade noch als Filesharing-Plattform für Buchpiraten verschrien.

Es ist die Angst vor der Dominanz von Amazon und Google im Bereich der E-Books, die auch Verlage mit Bestseller-Portfolio dazu bringt, sich für die Plattform Scribd zu entscheiden, die auch einzelnen Autoren offen steht. Simon & Schuster bringt Autoren wie King und Halder mit. Neben den 5.000 E-Books stehen für die Nutzer auch 7.000 Bücher des Verlags zum Durchblättern bereit, die derzeit nicht in digitaler Form verfügbar sind.

Auch die Hachette Book Group, die eben noch lautstarke Kritik an Scribd äußerte, könnte schon bald Titel über den Onlineshop verkaufen: „Da Scribd auf unsere Befürchtungen reagiert hat, sind wir offen dafür, Bücher über Scribd zu verkaufen.“ Noch im Mai war von „einer alarmierenden Zahl unautorisierter Bücher auf dieser Site“ die Rede gewesen.

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Auch in Deutschland wurde Scribd bereits als „Alptraum der Verlagswelt“ bezeichnet oder als „Itunes für Texte“. 60 Millionen Besucher monatlich sollen dort bereits lesen, auch weniger etablierte Autoren können ihre Dateien ganz einfach im Standardformat PDF bereitstellen. Den Verkaufspreis legen die Urheber selbst fest. Sie bekommen 80 Prozent davon ab, was eine traumhafte Tantieme ist im Vergleich zu dem, was Printverlage ihren Vertragspartnern bieten. Das allerdings könnte den Markt grundlegend verändern. Scribd bietet bereits E-Books in rund 90 Sprachen an, darunter auch in Deutsch.

Vielleicht hören wir auch schon bald auch von den deutschen Verlagen, wie sie ernsthaft auf die Ankunft des digitalen Zeitalters zu reagieren gedenken. Mal abgesehen von der Piratenpanik, der sie sich wehleidig hingeben.

(bk)

Zum Thema bei TecZilla:

Verlegerlobby fordert noch mehr Stoppschilder im Internet

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E-Books: Verlage in Piraten-Panik

Zum Thema im Web:

Scribd

Washington Post

Carta

Die Presse

Screenshot: Scribd.com

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Kommentare

Eine Stellungnahme zu “E-Books: Stephen King bei Scribd”
  1. Scribd ist unbedingt einen Besuch wert. Diese Plattform hat Zukunft.

    Eines meiner Bücher ist dort als E-Book erhältlich. Allerdings lässt sich der Download derzeit nur für Leser aus den USA bewerkstelligen, hier müssen deutsche Leser noch ein wenig warten. Beispiel: http://www.scribd.com/doc/15945645/Angriff-der-Killerkekse