VW verspricht das "Elektroauto für alle"

Von am 26. Juli 2010 4 Kommentare 

Volkswagen kommt spät und will die Pioniere überholen

Konzernchef Dr. Martin Winterkorn machte seine Ansage symbolkräftig im Electronic Research Laboratory (ERL), dem kalifornischen Forschungszentrum von VW, in dem inzwischen auch Tesla-Gründer Martin Eberhard am Elektroauto für VW entwickelt. Er versprach nicht weniger als den Elektro-Volkswagen: “In der Zukunft wird das Herz von Volkswagen auch mit Elektrizität schlagen, und unsere Entwickler in Amerika, Europa und Asien schaffen die Grundlagen in der Forschungsallianz. Volkswagen wird der Autobauer sein, der das Elektrofahrzeug für jeden Kunden erschwinglich macht.”

Er enthüllte, was die besonders für emissionsarme Fahrzeuge aufgeschlossenen Käufer im US-Staat Kalifornien erwartet, um die bereits Nissan, Toyota, Honda und GM kämpfen. Erste Umweltpunkte sammelte VW hier mit dem Modell Jetta TDI, das in den USA Auszeichnungen als “sauberer Diesel” bekam. In diesen Testmarkt für Hybrid- und Elektroautos will VW 2013 entweder den City-Car Up! oder das Modell Golf als vollelektrisches Fahrzeug bringen. Eine Hybridversion des SUV Touareg kommt in diesem Jahr, gefolgt von einem Hybrid-Jetta im Jahr 2011.

Es kann allerdings nur der Beginn einer Aufholjagd sein, wenn VW das von Winterkorn verkündete Ziel erreichen will: “Unser Ziel ist klar und ehrgeizig. Volkswagen wird der Autohersteller sein, der mit dem Elektroauto in die Massenproduktion geht.”

Abbildung: VW

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Kommentare

4 Stellungnahmen zu “VW verspricht das "Elektroauto für alle"”
  1. Wie wäre es mit nachdenken? sagt:

    “für emissionsarme Fahrzeuge”

    Klar, aus dem Auspuff (wo ist der denn?) kommt nichts raus – und der Strom kommt ja aus der Steckdose… und da kommt ja auch kein CO2 raus!

    >> Manche Leute denken wirklich nur von der Wand bis zur Tapete!!!

  2. Bernd Kling sagt:

    Kommt vielleicht drauf an, wie Strom gewonnen wird. Das geht auch mit erneuerbaren Energien, wenn man will. Schon mal drüber nachgedacht?

  3. Jim Bob sagt:

    @ Wie wäre es mit nachdenken?
    Das solltest Du dann auch tun !
    Wenn man nämlich nachdenkt, fallen einem viele Sachen ein, wie z.B. was die eine Million E-Autos an Strom brauchen, die die Bundesregierung bis 2020 auf die Straßen bringen möchte.
    Also denken wir mal nach, ein Elektroauto braucht so um die 15 kWh auf 100km.
    Der durchschnittliche deutsche Autofahrer fährt 12.000 km im Jahr, demnach verbraucht ein deutsches E-Auto im Jahr 1800 kWh. Dies mit einer Mio. multipliziert ergibt 1,8 TWh.
    Bereits 2009 wurden 93 TWh Strom regenerativ erzeugt, 2020 sollen es Schätzungen nach mindestens 278 TWh sein.
    Die eine Mio. E-Auto bräuchte 2020 also noch nicht einmal 0,7% des dann regenerativ, also praktisch emissionsfrei, erzeugten Stromes !

  4. Tommi sagt:

    Schonmal darüber nachgedacht, das die Kapazität unserer Kraftwerke Nachts gar nicht ausgeschöpft wird? Oder Aber der kontinuirlich produzierte strom von Windrädern nicht effizient zwischengespeichert werden kann? Hier können dann die anvisierten 1 Million Fahrzeuge nachts den Überschuss in ihren Batterien speichern. Denn wann tankt man denn so ein Auto? Wenn man abends von der Arbeit kommt! Elektroautos verringern auch die direkten Emissionen in unseren Städten, was Lärm, Abgase und Feinstaub betrifft. Das größte Plus dürfte ihr geringer Wartungsaufwand sein. Kein Öl, keine Kupplungsbeläge, keine Zylinderkopfdichtung, keine Auspuffanlage usw. Es ist nicht das Nonplusultra aber doch eine Alternative. auch wenn man es mit Kohlestrom betreibt, ist es noch 10% effizienter als ein herkömliches Auto und somit umweltfreundlicher. Wenn es im stau steht läuft kein Motor im Leerlauf und gerade in der stadt im stop and go scheint es ideal.