Wie sich Google Feinde schafft

Von am 13. April 2010  

Google-CEO Eric Schmidt weiß, wie es geht

Google gerät zunehmend in Bedrängnis durch Regulierungsbehörden, Konflikte lassen sich auch mit einst freundschaftlich verbundenen Unternehmen wie Apple nicht vermeiden. Es liegt vor allem daran, dass Google die Geschäfte anderer stört, lange bestehende Geschäftsmodelle entwertet, lautet die Erklärung des Google-Chefs. Und auch die Regierungen der Welt hätten die führende Suchmaschine im Blick:

„Jede Regierung hat so etwas wie eine Gruppe, die sich intensiv damit beschäftigt, was wir vorhaben könnten. Denn Information ist Macht.“

Andere Unternehmen irritiere vor allem eine Eigenschaft von Googles Business, die er dispruptive nennt. Das lässt sich mit störend, unterbrechend, aber auch zerreißend und zerstörend übersetzen, ohne die Bedeutung präzise zu treffen. Als störend empfunden wird es in jedem Fall und ruft heftige Gegenreaktionen hervor. Obwohl Google es doch gar nicht böse gemeint habe, wie Schmidt beteuert:

„Wir sind ziemlich störend, und im Verlauf dieser Störung tendieren wir dazu, uns Feinde zu schaffen, obwohl es hoffentlich nicht in unserer Absicht liegt.“

Schmidts Äußerungen fielen bei einer Veranstaltung in der Google-Zentrale, in der neue Versionen von Google Docs vorgestellt wurden. Branchenbeobachter schreiben ihnen einen besonders hohen Störfaktor gegen die Büro-Suite Microsoft Office zu, auf der weit mehr als die Hälfte von Microsofts gesamten Einnahmen beruhen. Microsoft sieht sich bereits zu einer kostenlosen, nur durch Werbung finanzierten Online-Version von Office 2010 gezwungen.

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