Windows 7 kostet doppelt in Europa

Von am 29. Juni 2009 7 Kommentare 

windows-7-get-more-nowMicrosoft lockt mit Vorverkaufsrabatten, danach soll es richtig teuer werden. Insbesondere die Professional-Versionen kommen mit einem heftigen Aufschlag gegenüber den Dollar-Preisen. Weitere Pferdefüße hält das Upgrade-Programm für Unternehmen bereit.

Legt Microsoft die EU-Bußgelder auf die Käufer um? Windows 7 Professional, die wichtigste Verkaufsversion für kleine und mittlere Unternehmen, bekommt ein Preisschild von 285 Euro, während der offizielle Preis in den USA nur 199,99 US-Dollar beträgt. Nach dem heutigen Umrechnungskurs aber ergeben 285 Euro ziemlich genau das Doppelte in Microsofts Heimatwährung, nämlich 400,78 US-Dollar.

Etwas weniger heftig geht bei den Verbraucherversionen zur Sache. Bei Windows 7 Home Premium stehen 119,99 Euro trotz des hohen Kursunterschiedes 119 US-Dollar gegenüber – und das wären umgerechnet immerhin 168,73 US-Dollar. Das sind rund vierzig Prozent mehr für den europäischen Verbraucher.

Wer es richtig teuer haben will, kann auch die Spitzenversion unter den sechs Variationen von Windows 7 mit sattem Aufpreis erwerben. 299 Euro und damit umgerechnet 420,47 US-Dollar kommt Windows 7 Ultimate, das in den USA für 219,99 Dollar zu haben ist. Hier holt Microsoft einen EU-Aufpreis von 91 Prozent heraus.

Für Unruhe sorgte gleichzeitig in den USA das Kleingedruckte im Upgrade-Programm für Käufer, die zwischen dem 26. Juni und dem 31. Januar einen neuen Vista-PC kaufen und die kostenlose Nachlieferung von Windows 7 zugesagt bekommen. Wie sich herausstellte, ist diese Zusage zahlenmäßig auf 25 PCs für eine einzelne Adresse begrenzt. Das kann für Unternehmen zu einem echten Upgrade-Chaos führen, wenn es mehr als 25 PCs in diesem Zeitraum kauft. Ab PC Nummer 26 müssten sie Windows 7 zu den vollen offiziellen Preisen nachkaufen.

Die heftigen Euro-Aufpreise gelten zudem für eine reduzierte Eurovariante von Windows 7, die einen getrennten Datenträger benötigt, um erst einmal einen Webbrowser zu installieren. Microsoft wollte um keinen Preis der Welt den EU-Wünschen entsprechen und mehrere Browser zugleich zur Wahl anbieten. Die Zwangsbündelung mit Internet Explorer ließ das EU-Verfahren wegen Monopolmissbrauchs nicht mehr zu, eine freie Browserwahl des Käufers aber konnte sich Microsoft schon gar nicht vorstellen. Als Folge bietet Microsoft ein Betriebssystem mit Extraschikane zu deutlich überhöhten Preisen an.

(bk)

Zum Thema bei TecZilla:

Windows 7 Build 7262: Und danke für den Fisch

Zündet Windows 7?

Intel: Windows 7 allein bringt es nicht

Zum Thema im Web:

Computerworld

Computerzeitung

Information Week

Abbildung: Microsoft

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Kommentare

7 Stellungnahmen zu “Windows 7 kostet doppelt in Europa”
  1. grw sagt:

    Zu hohe Preise und dann keine Upgrade-Fähigkeit von Vista?
    Dann lieber NEIN-DANKE zu Windows 7!

  2. WinFAQ sagt:

    Windows 7 ist klasse und Vista wird keine Chance mehr haben, da muss man den Mehrpreis einfach in Kauf nehmen. Windows 7 wird sich durchsetzen!

  3. Kohloe sagt:

    @WinFAQ
    Aber nur aus zwei Gründen:

    1. Es gibt genug dumme Menschen die sich von w7 blenden lassen.
    2. Microsoft macht druck.

  4. grw sagt:

    Genau der Meinung bin ich auch. So lange es genug Dumme gibt, wird MS auch machen können, was sie wollen. Aber zum Glück gibt es nicht nur Dumme.
    MS mißt mit zweierlei Maß in der EU.
    Man siehe nur hier …
    http://pressblog.de/?p=1645&cpage=1#comment-296

    Soweit ich weiß, wird es in der EU nur für 50 Euro die Home Premium als Vorbestllung geben. Wieviel $ sind das noch nach aktuellem Kurs?
    Und die Professional für $100 als Vorbestellung – nur außerhalb der EU?
    Na klasse … da wiederhole ich noch mal … ich verzichte lieber auf Win7 bis MS zu Verstand kommt und uns nicht als Eierlegendewollmilchsau aussaugt!

  5. peter sagt:

    Hi,

    Ihr habt vergessen, daß wir schon längst die Eierlegendewollmilchsau sind !
    Wartet nur mal die nächsten Wahlen ab….
    dann geht die Post richtig ab…heftige Steuererhöhungen etc.
    Energiepreise seien an den Ölmarktpreis gekoppelt,
    so wurde uns gesagt, was gilt ab Herbst
    Strom und Gaspreise explodieren heftigst
    Naja, wir sind ja Deutsche
    DAS DÃœMMSTE VOLK DER WELT

  6. Berti sagt:

    Hi,

    dafür gibt es in den USA keine SystemBuilder (SB)-Versionen, die sich lediglich im nicht vorhandenne direkten Support von MS unterscheiden. Habe mir soeben ein Vista Ultimate mit Update-Coupon (kostenlose Zusendung von Windows 7 Ultimate, keine versteckten Kosten) für knapp 159 EUR zugelegt, Vista Business mit Update auf Windows 7 Professionell (da kehrt man zum alten XP-Namen zurück ;-)) gibt’s aus verlässlichen Online-Versandhandelsquellen ab ca. 128 EUR und die Home PremiumVista mit Update auf Windows 7 Home Premium ab ca. 92 EUR. Preise beinhalten schon den Versand.
    Beachtet: Nur Home Premium und Ultimate haben das Media Center, die WIN 7 Professionell nicht.