Windows Phone 7 mit Bing-Taste

Von am 15. Februar 2010  

Drei Bedienknöpfe haben alle Geräte mit Microsofts neuem Smartphone-OS gemeinsam: Start, Suche („Bing button“), Zurück. Dazu gibt es Live Tiles, deren Inhalte sich laufend aktualisieren. Und Hubs als Themenseiten.

Nur um das Mobiltelefon soll es gehen und wie der Benutzer damit umgeht, erklärte CEO Steve Ballmer in einer Pressekonferenz zum Mobile World Congress in Barcelona. Etwas genauer erklärte es Joe Belfiore, als Vice President für Windows Phone zuständig, das bis gestern Windows Mobile hieß: „Mobiltelefone sehen wie PCs aus, aber ein Handy ist kein PC, es ist kleiner, persönlicher.“

Gut, dass wir das jetzt wissen. Dennoch unterteilt Windows Phone 7 dieses Ding, das kleiner ist als ein PC, in Zukunft in noch kleinere Dinge. Sie heißen live tiles und sind so etwas wie Felder auf einem Schachbrett, die sich laufend aktualisieren mit Inhalten, die vom Mobiltelefon oder aus dem Internet kommen dürfen. Einige bringen das automatisch, andere sind händisch zu konfigurieren.

Diese Felder gruppieren sich thematisch in sechs verschiedene hubs. Das können etwa Seiten mit Kontakten sein („Leute“) oder mit Fotos („Bilder“), gerne auch Office-Anwendungen, Spiele (mit Xbox Live), Musik und Video (wie erwartet mit integrierter Zune-Software), Marketplace für Apps. Die Ãœbergänge zwischen den einzelnen Seiten erinnerten Zuschauer bei der Präsentation an die Karten in Palms WebOS. Microsoft hat sich sichtlich bemüht, die wenig beliebte Menüführung bei Windows Mobile zu vereinfachen, die Hersteller wie Samsung und LG gerne mit eigenen Bedienoberflächen kaschierten.

Windows Phone 7 wendet sich stärker als bisher den Konsumenten zu. Wie Google scheint auch Microsoft zunehmend mit eigenen Webdiensten verbinden zu wollen. So erkennt die Software zum Beispiel eine Adresse in einer E-Mail oder einem Termin und verwandelt sie in eine Verknüpfung zu Microsoft Bing Maps.

Die offizielle Ankündigung ist eher so etwas wie eine „Wir sind auch noch am Ball“-Rückmeldung Microsofts. Wie bereits im Vorfeld vermutet, sind die ersten Geräte mit dem aktualisierten Smartphone-OS erst zum Jahresende zu erwarten.

Zur den Pflichtvorgaben für die Hersteller gehört neben dem Button-Trio mit der mittigen Bing-Taste („the power of Bing from anywhere on your phone“) ein kapazitives Touchdisplay. Mit dabei ist wieder der langjährige Hardwarepartner HTC, obwohl inzwischen zugleich stärker mit Android OS engagiert. Ihre Windows-Handy-Paletten zu erneuern versprechen auch LG, Sony-Ericsson, Dell, HP, Toshiba sowie Samsung, unterstützt von Netzbetreibern wie Vodafone, T-Mobile, Orange und Verizon.

(bk)

Abbildung: Microsoft

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