XP-Modus in Windows 7, aber nicht für alle

Von am 26. April 2009  

windows-7-virtual-windows-xpWindows XP lebt weiter in einer virtuellen Maschine und sorgt für bessere Kompatibilität zu älteren Anwendungen. Zu haben als Zugabe in den etwas kostspieligeren Versionen Windows 7 Professional, Ultimate und Enterprise.

Der als Microsoft Evangelist bekannte Paul Thurrott durfte einige Extras wie auch Einschränkungen leaken, die der ab 5. Mai öffentlich erhältliche Release Candidate von Windows 7 verrät. XP-Kompatibilität kommt durch Microsofts Virtual PC an Bord und erfordert einen zusätzlichen Download. Mit dieser XP-Zugabe versucht Microsoft offenbar Unternehmen zu überzeugen, die nach dem Vista-Desaster auch Windows 7 zögerlich gegenüberstehen.

Virtueller PC

Die virtuelle Umgebung lässt die Anwendungen unmittelbar in Fenstern auf dem Windows-Desktop laufen und ist nicht mit dem einfachen Kompatibilitätsmodus für ältere Windows-Versionen gleichzusetzen, der über die Starteigenschaften für einzelne Programme zu wählen ist. Der neue XP-Modus bedeutet vielmehr ein getrennt laufendes Betriebssystem – ein voll lizenziertes Windows XP SP3 – in einer virtuellen Maschine, das sich mit dem Desktop von Windows 7 verbindet.

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Um Programme tatsächlich in dieser virtuellen Maschine laufen zu lassen, ist ein aktueller, die Virtualisierung direkt unterstützender Prozessor mit der nötigen Rechenleistung erforderlich. Auf die Zugabe verzichten müssen auch die Nutzer der günstigeren Windows-Versionen. Das gilt insbesondere auch für Windows 7 Home Premium, der vermutlich mit Abstand am häufigsten vorinstallierten Version.

Weitere Einschränkungen

Das Labyrinth von Einschränkungen für unterschiedliche Windows-Versionen wird noch verwirrender als befürchtet. Weitere Informationshäppchen Thurrotts verraten noch mehr Einschränkungen für unterschiedliche Versionen.

AAC / H.264 und MPEG-2 gibt es nicht für Windows Home Basic und Starter, sondern erst ab Home Premium. Die beiden günstigsten Versionen enthalten außerdem Windows Media Player Remote Experience (RME) vor. Für alle Windows-7-Versionen gilt die Begrenzung auf maximal 20 gleichzeitige SMB-Verbindungen.

Für die meisten Nutzer mit aktueller PC-Ausstattung mag es nur von theoretischer Bedeutung sein, doch besonders seltsam erscheinen die RAM-Begrenzungen der 64-bit-Versionen von Windows 7. Sie sind natürlich für den Sprung über die 4-GB-Grenze gut, die ein 32-bit-OS nicht überwinden kann, setzen aber erneut eigene Grenzen. Windows 7 Home Basic darf maximal 8 GB Arbeitsspeicher adressieren und Home Premium 16 GB. Professional, Ultimate und Enterprise erlauben bis zu 192 GB.

(bk)

Abbildung: Microsoft

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