Android holt weitere Marktanteile von Microsoft, Apple und RIM

Von am 9. Juli 2010 4 Kommentare 

Android rückt im US-Markt vor, alle anderen geben Prozente ab

Nach den letzten Zahlen von ComScore dringen Android-Smartphones unaufhaltsam weiter in US-Haushalte vor und holten sich weitere vier Prozent des Marktes. Es ging wieder vorwiegend auf Kosten von Microsofts Windows Mobile, das von 15,1 auf 13,2 Prozent zurückwich, während Googles Android OS von 9 auf 13 Prozent sprang. Palm büßte weitere 0,6 Prozent auf 4,8 Prozent ein. Apples iPhone gab um ein Prozent nach auf 24,4 Prozent. RIM verlor mit den Blackberrys nur 0,4 Prozent und hält sich mit 41,7 Prozent noch immer ganz vorn.

Verglichen wurden wie üblich Zeiträume von drei Monaten, die jeweils Ende Februar 2010 und Ende Mai 2010 zu Ende gingen. Noch nicht erfasst wurden damit die Verkäufe von iPhone 4, die sich beim nächsten Vergleich zugunsten von Apple auswirken können. Einen entscheidenden Anteil auf die Marktanteile hat es aber vermutlich deshalb nicht, da offenbar vor allem loyale Apple-Käufer von einem früheren iPhone umstiegen.

Insgesamt besitzen inzwischen 49,1 Millionen Amerikaner Smartphones, eine Zunahme um 8,1 Prozent innerhalb von drei Monaten also. Über gestiegene Verkäufe dürfen sich daher alle Marktteilnehmer freuen, selbst wenn sie an relativen Marktanteilen verloren gegenüber Android.

Der explosive Zuwachs von Android im US-Markt hält damit weiter an. Allein von September bis Dezember 2009 verdoppelte sich der Marktanteil von 2,5 auf 5,2 Prozent, bis Ende Februar waren es bereits 9 Prozent. Mit jetzt 13 Prozent und einem noch breiteren Angebot von Android-Geräten darf Microsoft schon als überholt gelten, während sich der Abstand zu Apple und RIM weiter verringert.

Die Zahlen von ComScore geben den tatsächlichen Bestand von Smartphones in den Haushalten wieder. Noch deutlicher wird der Android-Trend bei aktuellen Neuverkäufen, bei ihnen hat Android das iPhone nach Zahlen von US-Marktforschern bereits überholt.

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Kommentare

4 Stellungnahmen zu “Android holt weitere Marktanteile von Microsoft, Apple und RIM”
  1. Saj sagt:

    Auch hier erweist sich: „traue keiner Statistik, die Du nicht selber gefälscht hast“. Hier scheint Comsocore ein Smartphone OS komplett unter den Tisch fallen zu lassen: Symbian. Es gibt auch in USA erheblich mehr S60 Geräte in Umlauf als RIM-Basierte. Außerdem läuft auf einem Nokia E71 schon seit längerem Opera und Skype nativ und mit Multitasking parallel.

  2. Bernd Kling sagt:

    Symbian ist weltweit immer noch führend, richtig. Aber in den USA bekommt Nokia schon lange keinen Fuß mehr in die Tür, das hängt mit den Netzbetreibern zusammen, die in USA eine noch wesentlich stärkere Position haben. Auch Google kam mit Nexus One letztlich nicht an ihnen vorbei.

  3. Saj sagt:

    „Keinen Fuß mehr in die Tür“ halte ich für etwas übertrieben. Mit der Haustürverkäufermetapher bebildert, sitzt Nokia schon längst im Wohnzimmer. Laut Yankee Group Research hatten Ende 2009 Apple 18%, RIM 21% des US Smartphone-(Verkaufs)Marktes. Nokia hatte in dieser Zeit 40%, also mehr als Apple und RIM zusammengenommen. Ob die Verkaufszahlen Nokia innerhalb von ein Paar Monaten zur Bedeutungslosigkeit verbannt haben wage ich zu bezweifeln.

  4. Bernd Kling sagt:

    Da widerspreche ich durchaus ungern nach einigen verlässlichen Symbian-Smartphones. Der Ruf für gute technische Qualität ist Nokia auch in USA geblieben, aber mehr nicht.

    Was immer da gezählt oder geschätzt wurde – Nokia war zu diesem Zeitpunkt schon raus aus dem Wohnzimmer. Nokia befand sich im steilen Abwärtsflug von insgesamt 35 Prozent Marktanteil (nicht nur Smartphones) in den USA im März 2002 auf nur noch 7 Prozent im Juni 2009. Die New York Times beschrieb gleichzeitig, wie sich Nokia aus dem US-Markt katapultierte:

    http://www.nytimes.com/2009/10/19/technology/companies/19nokia.html