Google disst Bing

Von am 10. Juni 2009 1 Kommentar 

bing-google-montage„Das machen die einmal im Jahr“. Viel mehr fällt Google-CEO Eric Schmidt nicht ein zu Microsofts neuem Anlauf mit einer Suchmaschine namens Bing.

Yahoo-Chefin Carol Bartz ließ sich auch schon vernehmen, Yahoo berühre dieses Ding nicht, denn Bing bringe Microsoft nichts weiter als ein paar vorübergehende Prozente durch neugierige Besucher. Die Statistiken scheinen bislang noch keinen richtigen Aufschluss zu geben, wie aus den unterschiedlichsten Überschriften zu diesem Thema zu entnehmen. Während die einen aus ihnen einen grandiosen Durchbruch Microsofts herauslesen wollen („Microsoft auf dem Weg zur Nummer zwei“, Spiegel Online), interpretiert die FAZ das Bingen nach ihrer Datenlage nüchtern als „Strohfeuer“.

In einem Interview mit Fox News ließ Googles Schmidt mit gezielten Sätzen wissen, dass ihm Bing ebenfalls nicht den Schlaf raube:

„Es ist nicht der erste Ansatz von Microsoft. Sie machen das ungefähr einmal jährlich.“

„Wir glauben, bei der Suche geht es um den Umfang, die Maßstäbe, die Frische und das Format, in dem wir das tun. Es ist sehr schwierig für sie, das zu kopieren.“

„Man verdient sich seine Marktanteile. Die kauft man nicht mit Werbung, die verdient man. Man verdient sie Nutzer um Nutzer, Suche um Suche, Antwort um Antwort.“

„Die Ankunft von Bing hat nicht verändert, was wir tun“, erklärte er weiter. „Uns geht es um Suche. Wir versuchen, zu guten Erfolgen zu kommen mit den Mitteln der Innovation.“

Die Innovationsfähigkeit sprach er Microsoft damit nur indirekt ab und erwartet ein strategisches Umschwenken: „Bei Google geht alles darum, Informationen zu bekommen und sie zu organisieren. Yahoo hat ein andere Strategie. Wir denken, dass sich Bing schließlich in Richtung einer anderen Strategie entwickeln wird.“

Da klingt die Gewissheit mit, dass sich Microsoft niemals Google wird nähern können. Google ignoriert Microsofts Bing allerdings auch nicht komplett. Eine Lagebesprechung mit den Vorstandsmitgliedern wurde für heute anberaumt mit einem Thema: Bing.

Das Jahr der Smartphones

Nebenbei erwähnte Schmidt das neue Plug-In für Outlook, mit dem Google gezielt versucht, geschäftliche Microsoft-Nutzer für Google-Dienste zu gewinnen: „Ich bin auch mit Outlook aufgewachsen, deshalb machen diese Dinge. Es ist sehr wichtig, die Brücke zu schlagen vom neuen Kundentyp, dem jungen Kunden, zum vorhandenen Kunden, der mit der Microsoft-Infrastruktur aufgewachsen ist.“

Die offenen Kampfhandlungen zwischen Google und Microsoft haben begonnen. Als besonderes Konkurrenzfeld scheint Schmidt die Smartphones zu sehen, bei denen Googles Android-Betriebssystem Windows Mobile bedrängt:

„Dies ist das Jahr der Smartphones. Uns gefällt besonders an ihnen, dass jedes von ihnen über einen leistungsfähigen Browser verfügt und jedes für die Suche benutzt wird.“

(bk)

Zum Thema bei TecZilla:

Mehr Spaß mit Bing

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Tagesschau bingt (und bloggt)

Zum Thema im Web:

Paid Content

Abbildung: Microsoft / Google (Montage: TecZilla)

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Kommentare

Eine Stellungnahme zu “Google disst Bing”
  1. Pit sagt:

    Zum Thema Bing: wer die Ergebnisse von Bing mit Google und Wolfram Alpha selbst vergleich möchte, dürfte der folgende Link interessant sein: http://www.searchengine-compr.com/