Google kauft reMail aus dem App Store

Von am 18. Februar 2010 1 Kommentar 

Nach Aardvark kauft Google mit reMail ein weiteres Startup-Unternehmen auf, das von einem früheren Googler gegründet wurde. Und entfernt die gleichnamige Anwendung für E-Mail-Suche aus dem App Store für das iPhone.

Bei Aardvark hatten frühere Google-Mitarbeiter auf soziale Suche nach Antworten gesetzt, indem sie das Wissen in sozialen Netzwerken anzapften. Offenbar eine bei Google vernachlässigte Entwicklungslinie, doch auch Google scheint nicht mehr zu glauben, alles nur durch Algorithmen lösen zu können. Das ist nicht nur aus der Aardvark-Übernahme zu schließen, vielmehr bewies schon die hektische Einführung von Buzz mit ihren Datenschutz-Patzern die deutliche Kurskorrektur, die Google in Richtung Social Media vornimmt.

ReMail erlaubt die systematische Suche in E-Mails, komplett in komprimierter Form auf dem iPhone gespeichert. Die Volltextsuche erfolgt schnell und auch ohne Online-Verbindung, lässt die gespeicherten E-Mails wie eine Datenbank nutzen. Bestehende Nutzer dürfen das auch weiterhin, in Apples App Store aber ist die Anwendung nicht mehr erhältlich.

50 Millionen US-Dollar könnte der Rückkauf des einstigen Mitarbeiters Gabor Cselle und seiner Anwendung gekostet haben. Cselle kehrt als Product Manager in das Gmail-Team zurück. Weder Cselle noch Google geben Hinweise, ob und in welcher Form reMail wiederkehren könnte.

Die zunehmend angespannten Beziehungen zwischen Apple und Google (Apple ahndet inzwischen sogar die Verwendung des Begriffs Android in einer Anwendungsbeschreibung mit Ausschluss aus dem eigenen App Store) machen eine Zukunft von reMail für Android und andere Smartphone-Betriebssysteme wahrscheinlich – nicht aber die Rückkehr als App für das iPhone.

(bk)

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Kommentare

Eine Stellungnahme zu “Google kauft reMail aus dem App Store”
  1. Anonymous sagt:

    Warum gibt Google die Suche auf dem iPhone (zumindest bezüglich der E-Mails) freiwillig auf? – Denkt man damit, mehr Androids absetzen zu können? (und das wird wohl kaum passieren)

    Apple hätte schwer eine Begründung dafür finden können. die bereits so lange verfügbare Anwendung aus ihrem Im-Netz-Geschäft zu nehmen. Google wäre besser beraten gewesen, du Anwendung mit dem eigenen Firmen-Logo zu aktualisieren und weiterhin anzubieten.