Intel zeigt MeeGo 1.0

Von am 15. April 2010  

Beim Intel Developer Forum (IDF) in Peking führte Intel die anbieterneutrale Plattform auf Netbook, Smartphone und TV-Gerät vor

MeeGo führt die Entwicklungslinien von Intels Moblin und Nokias Maemo zusammen. Beide basieren auf dem Open-Source-Betriebssystem Linux, wurden jeweils für Netbooks und Smartphones entwickelt. MeeGo soll offenbar in jeder Hinsicht darüber hinauswachsen, sich ähnlich wie Googles Android zu einer offenen Plattform für zahlreiche Hersteller und eine bunte Vielfalt von Gerätetypen entwickeln.

Die Unabhängigkeit von einzelnen Herstellern garantiert die Linux Foundation, unter deren Dach MeeGo entwickelt wird. Obwohl von Intel mit initiiert, ist das OS ist nicht an Intels eigene Hardware gebunden. Es ist auch auf Prozessoren der ARM-Architektur lauffähig, die in Smartphones und Tablets aufgrund ihrer stromsparenden Eigenschaften bevorzugt zum Einsatz kommen.

Dem Projekt verbunden sind bereits Acer und Asus, Novell und Electronics Arts, aber auch die BMW Group. Neben Smartphones und Netbooks ist MeeGo vor allem auch für Geräte der Unterhaltungselektronik sowie Infotainmentsysteme in Fahrzeugen zu erwarten.

Den Entwicklungsstand von MeeGo 1.0 zeigt die Demonstration auf einem Netbook von Acer, bei dem nebenbei ein einfaches 3D-Game geladen wurde. Der Wechsel zwischen den Anwendungen erfolgt flüssig auf einem Gerät mit einem 1,6 GHz schnellen Atom-Chip der „Pinetrail“-Generation. Die Oberfläche ist funktional, macht Gruppen von Anwendungen über Tabs („Zones“) zugänglich. MeeGo für Smartphones passt sich der begrenzten Fläche an und vereinfacht noch weiter.

Die zweite Vorführung zeigt MeeGo auf verschiedenen Geräten bis hin zu einem Coupon-Automaten, der mit einem Smartphone interagiert. Das OS setzt stark auf Cloud-Computing und bietet Online-Synchronisation zwischen verschiedenen Geräten auch für Medieninhalte. Auch der Fernseher verfügt über eine MeeGo-Bedienoberfläche und spielt den Film ab, dessen Download auf das Netbook erfolgte. Von da synchronisiert es sich bei Bedarf weiter auf das MeeGo-Phone, um den Film unterwegs zu betrachten.

MeeGoo sieht wie ein ernsthafter Wettbewerber im Markt der mobilen Betriebssysteme aus. Die ersten Geräte sind im zweiten Halbjahr zu erwarten.

Screenshot: Intel / YouTube

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