Nokia: Wir bauen Notebooks – vielleicht

Von am 26. Februar 2009  

Nokia-Boss Olli-Pekka Kallasvuo hat laut nachgedacht. Und eine Welle von Spekulationen ausgelöst.

„Nokia will bald Notebooks produzieren“ – „Nokia will Symbian auf Laptops bringen“ – „Nokia-Netbook auf dem Weg“. So und ähnlich lauteten die schnellen Ãœberschriften an einem nicht einmal so nachrichtenarmen Tag.

Anlass waren eher allgemeine Ãœberlegungen, die Nokias Konzernchef im Interview mit dem finnischen Fernsehsender YLE ausplauderte. Und das hörte sich so an: „Wir müssen nicht fünf Jahre warten, um zu sehen, dass sich annähert, was wir heute als ein Mobiltelefon oder als einen PC kennen.“

Auf die konkrete Nachfrage, ob Nokia selbst Notebooks herstellen wolle: „Wir sehen uns auch diese Möglichkeit sehr genau an.“

Kann alles oder nichts heißen. Aus dieser vagen Äußerung schloss jedoch selbst der gewöhnlich skeptische britische Register, Nokia plane Notebooks mit dem Smartphone-Betriebssystem Symbian, „um mit den Androiden mitzuhalten“. Obwohl Kallasvuo Symbian nicht einmal erwähnt hatte.

Hört sich das nicht ein wenig an wie „Zurück in die Zukunft“? Wie sich mancher noch erinnern mag, ging das von Nokia favorisierte Symbian-OS aus Psions PDA-Betriebssystem Epoc hervor. Dasselbe setzte Psion schon vor langen Jahren auch auf Geräten ein, die als Netbooks bezeichnet wurden, was wiederum zu den aktuellen markenrechtlichen Kampfhandlungen um die Bezeichnung Netbooks führte. Vielleicht trug das mit dazu bei, dass Kallasvuos Geplauder gleich in die offizielle Ankündigung neuer Produktstrategien umgemünzt wurde.

Was noch lange nicht heißt, dass was dran ist, aber auszuschließen ist es ebensowenig. Zumal inzwischen PC-Hersteller wie Acer, Asus und Dell dabei sind, Nokias angestammten Smartphone-Markt zu besetzen. Bewegte sich Nokia dafür jetzt in Richtung Notebooks, käme das allerdings reichlich spät – wer lange über Möglichkeiten nachdenkt und redet, den bestraft der Markt.

(bk)

Abbildung: Christian Horvat / GNU (Nokia-Shop in Würzburg)

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