Russischer Spion bei Microsoft

Von am 14. Juli 2010 1 Kommentar 

Der 12. Mann als Schläfer in Redmond

Nach dem aus China gestarteten Cyberangriff auf Google bekommt auch Microsoft einen Hauch von Spionageaffäre. Die Microsoft-Connection zum russischen Spionagering enthüllt ein Bericht der Washington Post. Demnach verhafteten US-Behörden inzwischen ein zwölftes Mitglied des Rings und flogen es ebenfalls nach Russland aus, nachdem die übrigen Spione bereits ausgetauscht wurden.

Alexey Karetnikov hatte in der Gegend von Seattle gelebt und bei Microsoft gearbeitet. Er wurde vom FBI überwacht, doch ergaben sich offenbar keine Beweise, die für eine Anklage reichten. Ein leitender Ermittlungsbeamter ließ die Zeitung wissen: „Er war erst in einer frühen Phase, hatte sich gerade zu etablieren begonnen.“

Aus Unterlagen geht hervor, dass ein Alexey Karetnikov in einem Apartment in Redmond wohnte. Ein Microsoft-Sprecher bestätigte, dass der illegale Einwanderer bei Microsoft rund neun Monate als Softwaretester beschäftigt war, wollte aber darüber hinaus nicht kommentieren.

Die russischen Agenten hatten mit aktuellen technischen Mitteln gearbeitet wie Ad-hoc-Netzwerken, Steganographie und verschlüsselten Funkübertragungen. Sie erwiesen sich dabei jedoch nicht als übermäßig versiert und wurden über einen langen Zeitraum vom FBI überwacht. Besonders auffällig verhielt sich Anna Chapman, die Fotos von sich bei Facebook sowie in einem russischen Social Network veröffentlichte und damit nicht nur Boulevardmedien begeisterte.

Wie der Ermittlungsbeamte weiterhin gegenüber der Washington Post versicherte, hat sich der russische Spion bei Microsoft „absolut keine Informationen verschafft“. Windows ist und bleibt demnach sicher – vor Angriffen aus dem Kreml.

Abbildung: Robert Scoble / CC

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